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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1918-01-01 · 21 (1918) · p. Seite 19

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
21 (1918)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1918-01-01
Page
Seite 19 (sequence 4)
Language
German
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— 19 lichen. Dadurch, daß die Gelehrten in den verschiedenen Kulturländern alles in der Landessprache schrieben, kämen einerseits häufige Wiederholungen vor. während andrerseits sich dieKräfte zersplittertem In der Wissenschaft des Judentums tritt dieser Mißstand noch in beklagenswerterer Weise hervor, abgesehen davon, daß große, wertvolle Arbeiten, die in modernen Sprachen veröffentlicht werden, bei den Juden selbst erst'durch eine hebräische Übersetzung, die leider oft nicht einw.andsfrei ist, die verdiente Beachtung finden. Es ist eine Tatsache, daß die Schriften von Zunz, Geiger, Graetz u. s. w: in hebräisch lesenden Kreisen weit bekannter sind als bei den Juden deutscher Zunge. Auch jüngst erschienene wissenschaftliche Werke von Bedeutung, wie z. B. die „TalmudischeArchäologie" vonS. Krauß, werden hebräisch übersetzt und finden erst in der Übertragung größere Verbreitung und vor allem die verdiente Anerkennung. Trotzdem wird man nicht einfach behaupten dürfen, daß es besser gewesen wäre, wenn jüdische Gelehrte ihre Werke nur hebräisch geschrieben hätten? Denn dann stünden wir, was die Würdigung des Judentums in der Außenwelt betrifft, jetzt im Jahre 1918, ebendort, wo wir im Jahre 1818, bevor Zunz sein Werk begonnenchat, gestanden haben. * * ' ' ' * " Überblicken wir nun die Erscheinungen des letzten Berichtsjahres, was mitten in dem Vernichtungskrieg, den die gesitteten Völker seit länger als drei Jahren gegeneinander führen, und der nunmehr auch die Vereinigten Staaten von Nordamerika erfaßt hat, geschaffen wurde, so wollen wir, wie hier immer üblich, zuerst das zur Bibelkunde Gehörende anführen. Auf diesem Gebiet ist eine große Anzahl von Schriften zu besprechen, die teils der Bibelforschung im allgemeinen, teils aber einzelnen biblischen Schriften oder einzelnen biblischen Problemen gewidmet sind. Von dem bekannten Philosophen R. Eucken wurde ein Vortrag, den er anläßlich des 100jährigen Bestehens der Hamburg-Altonaischen Bibelgesellschaft (16. Oktober 1916) gehalten hat, unter dem Titel „Die geistesgeschichtliche ’ 2*

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