Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 20 (1917)
- Article
- Briefe von, an und über Mendelssohn
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 37)
- Language
- German
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121 eine Idee mitzuteilen und mit derselben Ihren Rat in Ansehung der besten Ausführungsart dieses Vorhabens? Mit größter Verehrung und Hochachtung bin ich Eurer Wohlgeboren gehorsamster Diener Eschenburg. 21. Alxing er. 1785. Joh. Baptist von Alxinger, 1755 —1792, österreichischer Dichter, am bekanntesten durch seine Rittergedichte. Doch können diese hier nicht gemeint sein, da das älteste unter diesen „Doolin von Mainz" erst 1787 erschienen ist. Alxinger dürfte daher entweder seine „Sämtlichen poetischen Schriften" Leipzig 1784 oder das aus diesen besonders abgedruckte Trauerspiel „Eduard III." gleichfalls 1784 erschienen, an Mendelssohn geschickt haben. — Herz Homberg ist der vielgenannte Aufklärer, der, nachdem er jahrelang Erzieher des Mendelssohn'schen Kinder gewesen war, nach Österreich zurückging, 1782—84 in Wien lebte, dann von dort fortging, um die Stelle eines Aufsehers der galizischen Schulen zu übernehmen. S w i e t e n ist Gerhard von Swieten, Präsident der Akademie der schönen Wissenschaften in Wien, 1700—1772. Gemmingen, Otto von 1755 — 1836, badischer Gesandter in Wien, gab die Zeitschrift „Der Weltmann", später das „Magazin für Wissenschaften und Literatur" heraus. — Für die Akademiegeschichte, die am Schluß unseres Briefes erwähnt ist, ist auf die Ausführung zu verweisen, die zu dem Briefe Sulzers 1771 gegeben sind. Wieso Alxinger 13 Jahre später auf diese Angelegenheit zurückkam, läßt sich nicht feststellen. — Unser Brief muß von Mendelssohn beantwortet worden sein, denn dieser hat auf das Original geschrieben: „Beantwortet den 12. April 1785", doch kennt man das Schreiben nicht. Alxinger hatte Mendelssohn Ende 1784 oder Anfang 1785 besucht; Mendelssohn äußert sich über den guten Eindruck, den der junge Mann auf ihn gemacht hatte, in einem Briefe an Herz Homberg, vergl. Schriften Band 5, S. 682.