Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 19 (1916)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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56 Zu vermerken sind noch „Palästinajahrbuch" (X. Jahrgang) von G. Dalman; „Gesammelte Aufsätze" von M. S. Zuckermandel (I. Teil, 2. Hälfte, 2. Lieferung: Zur Halachakritik); „Predigten" von S. May bäum (7. Teil). — Von S. Schechter ist eine Sammlung von gehaltvollen Reden und Aufsätzen in englischer Sprache erschienen: „Seminary Addresses and other Papers“. » * * Der Krieg hat eine Art von jüdischer Kriegs - literatu.r hervorgerufen, von der sich ein Teil mit der Auffassung der Bibel, oder des Judentums überhaupt, von Krieg und Frieden befaßt, während sich der andere Teil publizistisch der Lösung des schwierigen Problems der osteuropäischen Judenheit widmet. Ich kann nicht behaupten, daß mir alle selbständigen Erscheinungen auf diesem Gebiete bekannt sind, von Zeitungsartikeln und sog. Kriegspredigten schon ganz abgesehen. Wissenschaftlich betrachtet, und dieser Standpunkt muß hier festgehalten werden, kann unleugbar eine gute literarische Arbeit über die Stellungnahme der Propheten und der späteren geistigen Führer des Judentums zu der Frage von Krieg und Frieden von großem Interesse sein. Was jedoch die publizistische Erörterung der osteuropäischen Judenfrage betrifft, so will ich vorläufig jede Stellungnahme zu diesen Erörterungen unterlassen. „Krieg und Bibel" betitelt sich eine Schrift von O. Eißfeldt; eine ähnliche Studie hat K. Dunkmann unter dem Titel „Die Bibel und der Krieg" veröffentlicht. A. Schulz schrieb über „Die sittliche Wertung des Krieges im Alten Testament" und Th. Kappstein: „Der Krieg in der Bibel", ein Friedensbuch in eiserner Zeit. In englischer Sprache ist die Schrift „The Bible and the Universal Peace“ von G. H. Gilbert erschienen. Es ist dies natürlich nur eine von den vielen englischen Schriften über dieses Thema, und man kann sich. ungefähr denken, wie unsere Gegner die heilige Schrift zu ihren Gunsten deuten. Vom Standpunkt des Judentums bespricht I. Wohlgemuth den Weltkrieg in seiner Schrift: „Der Weltkrieg im Lichte