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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1916-01-01 · 19 (1916) · p. Seite 26

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
19 (1916)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1916-01-01
Page
Seite 26 (sequence 9)
Language
German
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I 26 und Jesaja metrisch-stilistisch und literarisch-ästhetisch betrachtet" erwähnt. . Der große Erfolg, den die protestantische Welt mit der sog. Kautzsch-Bibel erzielt hat, gab in katholischen Kreisen die Anregung, eine ähnliche deutsche katholische Bibel zu schaffen. Eine solche hat der Orion-Verlag in Wien und Leipzig unternommen. Von dieser katholischen Bibel im großen Folioformat liegen bereits zwei Teile vor: Das Buch Jesaja und die Psalmen. Beide Bücher sind von N. I. Schlögl übersetzt, und zwar die Psalmen in metrischer Form Auch bei diesem Unternehmen ist das Zugeständnis gemacht, daß der hebräische Text und nicht die Vulgata zur Grundlage der Uebersetzung gewählt wurde. Dieser wissenschaftlichen. Forderung kann sich der Katholizismus nicht mehr entziehen. Gegen die Kautzsch-Bibel hat die katholische den Vorzug, daß sie mit dem Urtext vorsichtiger, ich möchte sagen ehrbietiger umgeht. Auch die Sprache ist gewählter und hält sich von dem amtlichen Verordnungsdeutsch, in das die protestantische Bibel häufig verfällt, fern. Die letzten 27 Kapitel des Buches Jesaja (Kap. 40 bis 66), die man früher wisfenschaftlich mit Deuterojesaja zu bezeichnen pflegte, seit Duhm für zwei abgesonderte Teile, Deutero- und Tritojesaja hält, gaben W. A. L. Elmslie und I. Skinner unter dem Titel „Jesaiah. XL—LXVT' revidiert und mit Einleitung heraus. Der eigenartige Jesajakommenlar von B. Duhm, „Das Buch Jesaja", übersetzt und erläutert, liegt in dritter'vermehrtem und verbesserter Auflage vor. Wie man sich auch zu der Exegese Duhms stellen mag — man muß nach meinem Dafürhalten ihr gegenüber weitgehende Vorsicht üben — in literar-geschichtlicher Beziehung verdient seine Arbeit jedenfalls große Beachtung. Duhm zeigt oft einen sicheren Blick in der Bestimmung der einzelnen. Stücke dieses prophetischen Buches hinsichtlich Zeit und Ort. Auf seinen Untersuchungen ist eigentlich die moderne Jesajaforschung begründet. Mit dem Buche Jeremia befaßt sich eine Arbeit von S. Mowinckel: „Zur Komposition des Buches Jeremia/"

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