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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1916-01-01 · 19 (1916) · p. Seite 22

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
19 (1916)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1916-01-01
Page
Seite 22 (sequence 5)
Language
German
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22 beigegeben ist; es liegt nunmehr in einer zweiten Auflage vor. Gehen wir nun zu den einzelnen Büchern der heiligen Schrift über. Die „Genesis" hat C. Dier nen übersetzt und erläutert. Der Verfasser, ein katholischer Geistlicher, hat in der Behandlung des Textes den masoretischen Wortlaut zu Grunde gelegt, da dieser auch in. katholischen Kreisen immer mehr zur Herrschaft gelangt. Gegen die Rioderne Bibelkritik verhält sich diese Arbeit ablehnend, wenn im Kommentar auch auf die übliche Quellenuntersuchung Rücksicht genommen wird. Ein objektiver Bibelforscher wird äuch dieses Buch nicht unbeachtet lassen. In englischer Sprache bearbeitete dasselbe biblische Buch H. E. Ryle: „The Book of Genesis“,, revidierter Text mit Einleitung und Noten. Zu dem Streit über die Benutzung der verschiedenen Gottesnamen in der Quellenuntersuchung des Pentateuchs, diebekanntlich zuerst von dem französischen Arzt Astruc eingeführt wurde, nimmt I. Skinner in seiner Schrift „The Divine Names in Genesis“ das Wort. Der Verfasser setzt sich namentlich mit Dahse auseinander, der auf diesem Gebiete, ich möchte beinahe sagen „revolutionär" ausgetreten ist. Damit in Verbindung mögen noch die Schrift „The Story of the Hebrew patriarchs“ von F- Green und „The Story ok «Joseph“ von A. C. Welch Erwähnung finden. Das dritte Buch der Thora behandeln A. T. Chapman und A. W. Streane in der gemeinsamen Arbeit „The Book of Leviticus“; es wird Hier der revidierte Text mit Einleitung und erklärenden Bemerkungen gegeben. Das Deuteronomium bietet für die Pentateuchsorschung noch immer manches schwierige Problem, wie überhaupt die Literatur über das deuteronomische Buch und dessen angebliche Auffindung während der Regierung Josias ihren Abschluß noch nicht gefunden hat. Ich» glaube, daß man am Ende doch neue Bahnen wird betreten müssen, weil bei der üblichen Annahme Vieles unaufgeklärt bleibt. I. Hemp el widmet diesem Problem in seiner Arbeit „Die Schichten des Deuteronomiums'"

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