Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 18 (1915)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3111067-3111102-3116603--4923-3116674- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
41 dem Leben der jüdischen Exulanten in Babylonien" betitelt sich eine Quellenschrift von E. E b e l i n g. Die vor acht Jahren aufgefundenen Dokumente in Elephantine, die uns vom Vorhandensein einer jüdischen Opferstätte in Oberägypten berichten (früher haben wir blos von dem viel jüngeren Oniastempel gewußt), bilden noch immer das Thema für neue Forschungen. Ihnen ist auch die Monographie „Jahvetempel außerhalb Palästinas" von S. A. Fries gewidmet, lieber das Verhältnis der Juden zu Rom während der Hasmonäerkämpfe, über das wir die bekannten Dokumente im 1. Makkabäerbuch und bei Josephus besitzen, publiziert neue Untersuchungen O. Roth: „Rom und die Hasmonäer". Mit den Berichten des Flavius Josephus (in den „Altertümern" und in späterer Zeit auch im „Jüdischen Krieg") und des Tacitus über Jesus und das Christentum, deren Echtheit kaum noch behauptet werden kann, beschäftigt sich E. Norden in seiner Abhandlung „Josephus und Tacitus über Jesus Christus und seine messianische Prophetie". — Eine umfangreiche und umfassende Geschichte der Juden im römischen Reich, ihrer rechtlichen Stellung, wirtschaftlichen und sozialen Lage veröffentlichte I. I u st e r „Oss lluiks dans l'empire Romain“. Als Ergänzung für diese Geschichtsepoche dürfen Wohl die „Studien zur byzantinisch-jüdischen Geschichte" von S. Krauß gelten. Einen wertvollen Beitrag zur neueren Geschichte der Juden inOesterreich und gleichzeitig ein interessantes Kapitel aus der modernen Finanzgeschichte dieses Staates liefert M. G r u n w a l d in seiner gediegenen Arbeit „Samuel Oppenheimer und sein Kreis". Das Buch ist auch in kulturgeschichtlicher Beziehung von großer Bedeutung und verdient weitgehende Beachtung. Ein Dokument aus dem Zeitalter des religiösen Parteikampfes in Polen, „Ein Frankistisches Sendschreiben aus dem Jahre 1800" förderte M. Wischnitzer ans Tageslicht (publiziert von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg). Mit dem inneren geistigen Leben der Juden in Rußland, mit der sog. Haskala - Bewegung, beschäftigt sich eine größere Arbeit von I. S. Rai sin: „Th« Haskalah