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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1914-01-01 · 17 (1914) · p. Seite 61

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
17 (1914)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1914-01-01
Page
Seite 61 (sequence 42)
Language
German
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61 Schrifttum den Beweis erbracht, daß das Judentum der Schöpfer der sozialen Ethik war, die es vor Jahrtausenden verkündet und im staatlichen und gesellschaftlichen Leben verschiedenartig praktisch verwirklicht hat. Vom Judentum heraus hat die soziale Ethik im Laufe der Jahrtausende allmählich die ganze gesittete Menschheit erobert. Von anderen Sammelschriften ist noch eine hebräische unter dem Titel „Netibot“ (Richtlinien) zu erwähnen, die leider viel Unreifes enthält und keinen Fortschritt der Geschmacksentwickelung in derhebräischen Literatur verrät. In jüdisch-deutscher Sprüche geben N. Prilutzki und S. Lehmann „Sammelbücher für jüdische Folklore, Philologie und Kulturgeschichte" heraus, die für die jüdische Volkskunde von großem Wert sind. M. Grunwald hat die verdienstvollen „Mitteilungen für jüdische Volkskunde" auch in diesem Jahre fortgesetzt. Das „Palästinajahrbuch" von G. Dalman und der „Palästina-Almanach" (dieser in hebräischer Sprache) von M. Luncz sind auch im letzten Jahre erschienen. Diese beiden Schriften, jede in ihrer Art, gehören zu den wertvollsten Publikationen über das heilige Land. Die „Jüdische Enzyklopädie" in russischer Sprache hat mit dem 16. Band ihren Abschluß gefunden; ebenso die hebräische Enzyklopädie „Ozar Israel“, von der der letzte (10.) Band erschienen ist. Vom „Jahrbuch der jüdisch-literarischen Gesellschaft" in Frankfurt a. M. liegt der 9. Band vor, der wie die vorigen Bände dieses. Jahrbuches, eine Fülle von gediegenen wissenschaftlichen Abhandlungen und Forschungen enthält. Zum Schluß sei noch hier das „Yearbook of Central Conference of American Rabbis“ erwähnt. . Unter dem Sammelnamen Varia mag noch hier eine Reihe von Schriften aus dem letzten Jahre erwähnt werden, die in eine bestimmte Rubrik nicht leicht einzureihen waren. Auch unter ihnen befindet sich manches Wertvolle und Gediegene, das nicht übergangen werden darf. — M. W. Rapaport, dessen Arbeiten zur Er-

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