Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 17 (1914)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 18)
- Language
- German
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37 Israels und seiner Religion", in der der Verfasser das reichhaltige Material nach verschiedenen Gesichtspunkten bearbeitet. Die Vertrautheit mit dem umfangreichen jüdischen Schrifttum, die er überall bekundet, verleiht der Arbeit großen Wert. Es ist noch auf folgende religionsgeschichtliche monographische Ärbeiten, die im letzten Jahr erschienen sind, zu verweisen: I. Goldziher, „Die Religionen des Orients" (2. vermehrte und verbesserte Auflage); A. CH. Welch, „The religion of Israel under the kingdom“; S. Gelbhaus, „Religiöse Strömungen in Judäa während und nach der Zeit des babylonischen Exils"; C. F- Kent, „The makers and teachers of Judaism“; Th. Whittaker, „Priests, Philosophers and Prophets“; H. G. Mitchell, „The Ethics of the Old Testament“. In hebräischer Sprache veröffentlichte D. Neu mark ein Buch: „Ikkarim“ (Grundprinzipien), von dem ein Teil bereits vor Jahren erschienen war. Es ist dies ein wirres Durcheinander von radikaler Bibelkritik und Dogmatik. Den bekannten Dialog Justins mit einem Juden behandelt A. Harnack in einer Monographie: „Judentuin und Judenchristentum in Justins Dialog mit Trypho". Die vor einiger Zeit in englischer Sprache erschienene Arbeit eines christlichen Theologen, R. T. Herford, über das Pharisäische Judentum, die in der vorjährigen Revue Erwähnung gefunden hat, liegt jetzt in einer guten deutschen Uebersetzung von R. Perles (mit einer Einleitung von F. Perles) vor: „Das pharisäische Judentum in seinen Wegen und Zielen". Es ist zu wünschen, daß dieses Buch, in dem ein christlicher Theologe zum ersten Male dem pharisäischen Judentum gerecht wird, weite Verbreitung finde. In der Sammlung der Zieglerschen Volksschriften ist eine kleinere Schrift: „Pharisäer und Sadduzäer" von R. Leszynsky erschienen. Derselbe Autor veröffentlichte eine größere Arbeit: „Die Sadduzäer", in der eine Fülle von kühnen, allerdings einer kritischen Nachprüfung heischenden Hypothesen über das sadduzäische und pharisäische Judentum geboten wird. Der Verfasser beschäftigt sich hier