Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Das Dreigestirn
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 191 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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\a& Salomon Su^er, Louis Lewandowski, und Moritz Deutsch. Dargestellt von Aron Friedmann» Königlicher Musikdirektor, Hauptkantor der jüdischen Gemeinde zu Berlin. i^chon im grauen Altertum wurde die Musik als erquickender Balsam und tröstendes Linderungsmittel angesehen. Sie war und ist .die beständige Begleiterin des Menschen, und es läßt sich beinahe keine Feierlichkeit ohne Musik denken, sie mag sein von welcher Art sie wolle. In höchster Glorie zeigt sich aber die Musik als Dienerin der Gottheit. So oft der Mensch vom Dankgefühl gegen seinen Schöpfer beseelt, oder von Angst darnieder gedrückt, das Bedürfnis fühlt, sich an den Lenker der Welten zu wenden, nimmt er seine Zuflucht zur Musik, besonders aber zum Gesänge. Denn der Gesang erweckt wahre Andacht und Frömmigkeit, ergreift das Herz des Menschen und macht es empfänglich für religiöse Gefühle. Daher widmete sich König David und durch ihn angeregt, auch die Leviten-Familie Asaf, Jedutun und Heman dem gottesdienstlichen Gesänge, und später weihte Salomo durch eine große Zahl Sänger und Spieler den von ihm erbauten Tempel ein und ordnete den alten Davidischen Gesang an. Nach der Zerstörung des ersten Tempels trat Israel mit der Thora, den Propheten und den Psalmen in der Hand die Wanderschaft durch das Erdenrund an und verbreitete nicht allein die Gesetze Gottes, sondern auch die Gesänge, die sie im Tempel zu Jerusalem gehört haben. Gebet und Gesang waren die