Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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151 Barkochba. Ich schätze seinen Scharfsinn, seine Raschheit; Im wicht'gen Augenblick genügt ein Wink, Und meine Weisung bringt er voll zum Austrag. N a a m a h. Mein edler' König! Dürft' ich eine Bitte Ans Herz Dir legen, so beschwör' ich Dich: Sei auf der Hut vor Abiram. : Barkochba. Was ist es denn, das Deinen Argwohn weckte? Naamah. Mir sagt's das Herz, das aller Wahrheit Bürgschaft. Barkochba Es täuscht, wenn wir nicht richtig sehen. Naamah. Dem Weibe ist der klare Blick gegeben, Und schnell folgt auch das rege Herz dem Auge. Ach, während ich hier zitternd stehe, kann Das Unheil schon geschmiedet sein. Wir armen, schwachen Wesen! Was soll ich tun? Ich darf nur denken, fühlen, leiden, lieben. Barkochba. Mein Lieb, ist das nicht unsre schönste Welt? (Sie hüpft auf seinen Schatz. Barkochba küßt sie.) Naamah. Nicht wahr, Du nimmst in acht Dich vor dem Manne? Barkochba. Beruh'ge Dich, mein Kind! Ich will hinfort Zwar nicht mit Deinem Auge der Besorgnis, Doch mit des Forschers prüfend Aug' ihn mustern.