Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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146 Sab aus. Die Masse liegt im Staube vor dem Helden, Wenn er ein überirdisch Wesen scheint; Er ist ihr Abgott, dem sie blind sich hingibt. Doch kaum entdeckt sie Menschliches an ihm. So wähnt sie ihn schon ihresgleichen. Einsamer Größe drohte stets Gefahr, Wenn sie zur Masse niedersteigen mußte. Es ist die alte jämmerliche Wahrheit, Das Kindliche taugt nichts in dieser Welt, Nun gar, wenn es zum Helden sich verirrtI Ihm nützen seine nerv'gen Arme nichts, Er ist gestürzt, eh' er sie regen kann. Anastasius. Wie meinst Du das? S a b ä u s. Jst's kindlich nicht, wenn er uns allen traut, Weil, er aus unsrer Mitte einen Freund Gefunden? Argwohn bleibt ihm fern. Sieh' nur. Selbst Abiram zog er in seine Nähe. A n a st a s i u s. Auch diesen nennst Du schon für Deinen Anschlag? S ab äu s. Es ist die Art. der kleinen Geister, daß Buchstabenmäßig sie die Worte nehmen. Das Maß für Ort und Zeit entschwindet ihnen. Mißfielen sonst mir, die mit Worten spielen, Diesmal begrüß ich sie. „Er richtet nicht Nach Augenschein!" so heißt es vom Messias. Das ist das Wort, das nun den Weg mir bahnt! Du wirst es seh'n, wie auch der Kindliche In Zorn geraten kann. Auf diesen Wechsel In unsres Helden Stimmung muß ich rechnen. Kein Mensch ist so erhaben über Stimmung, Daß er die Selbstbeherrschung immer übte. ...