Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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133 Ja, wer sich selbst dem Vaterland nicht opfert. Ist kein Judäer. Alle bitten Dich: Gib einen Führer uns, gib einen Führer! Alle. Gib uns einen Führer! Akiba. Er weilt seit Jahresfrist in unsrer Mitte. In einem stillen Häuschen fand er Obdach. Ein Apfelbaum beschattet eine Bank, Auf der er, stets in sich versunken, Zu warten scheint, wann seine Zeit gekommen. Zuweilen nur hebt er das Haupt, aufhorchend, Wenn durch das Fenster Zionslieder dringen, Die zu der Harfe inniglich ertönen. Dositheos (auffahrend). Sprichst Du von Simon? Akiba. Das sein Name! Was kann Dich da befremden, was erschrecken? Du bist sein bester Freund und sein Beschützer. Dositheos. Es war ein freud'ger Schrecken, daß sein Name In aller Mund muß endlich kommen. Akiba (zu Akylas). Ich will Dich ehren, will den Helden ehren, Wenn Du die Botschaft übernimmst, daß ihn Das Volk beruft. (Akylas verbeugt sich und geht ab.) (Zu Dositheos.) Erzähle uns von Simon. Dositheos. Aus seinem Munde sprüht er Feuerflammen, Und seine Schritte überspringen Meilen, Er knickt mit einem Fußstoß Zedernbäume. Sein Feuergeist und seine Tatkraft teilt Sich allen mit, die seine Nähe atmen. M