Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 10)
- Language
- German
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129 Iosua. Ihr Männer! Zähmet eure wilde Wut! Was helfen alle Flüche? Laßt euch's raten: Gewöhnt euch an den Schmerz, so schwer es fällt, Und bald durch eure überlegne Ruhe Raubt ihr ihm jede Macht an euch zu rütteln. Jose ben Kisma. Der Römer Herrschaft ist der Wille Gottes. Geduldig tragen ist jetzt unsre Pflicht, Bis der Erlösung Zeit erfüllet ist. Akiba. Du wirst den Stab noch küssen, der dich schlägt. Jochanan ben Torta. Wenn ich Dich recht verstanden Hab', Akiba, So geht Dein Sinn auf einen neuen Aufstand. Hat unser Schicksal Dich noch nicht bekehrt? Ein halb Jahrhundert ist es her, seit Titus Das Reich zertrümmert. Dann kam Domitian, Ein Trajan gar; es blieb ein Unterfangen, Die Brust zu richten gegen Roms Koloß. Wohl fielen mehr als Viermalhunderttausend Der Griechen und der Römer. In Aegypten Und in Kyrene hat schließlich Martius Turbo Das Feld behauptet. Blick auf Babylon, Mesopotamien, wo ein Quietus Den Aufstand niederschlug. Jose ben Kisma. Wir fühlen mit, was Dich bestürmt, Akiba, Doch uns belebt und stärkt die Hoffnung, Daß uns der Herr einst den Messias sendet. Akiba. Ihr hofft auf den Messias und versäumt, Die Wege ihm zu bahnen! Unversehens Kommt der Messias, wenn wir willig sind, Ihn zu empfangen. Freunde! sollten wir 9