Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3111067-3111098-3115984--4408-3116140- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
123 Zweite ^cene. (Vorige. Dositheos. Elisa.) Dosith eos. Seid uns gegrüßt, Genossen! S a b ä u s. Deinen Gruß Erwidern wir, doch nicht mehr als Genossen. Dositheos. Du bist noch immer unversöhnt, obgleich Von Tag zu Tage sich die Zeichen mehren, Daß unsre Lage festen Anschluß an Judäa fordert? _ „ Sab aus. Den wirst Du nie erreichen. Sag Dir doch, Daß man uns nach wie vor ein Mischvolk nennt, Das nur aus Zwang Judäas Glauben annahm. Dositheos. Die Wohlgesinnten freuen sich der Frucht, War auch das Reis auf fremden Stamm gepfropft. Nur hüten wir uns vor gehäß'gem Tun, Wie das in frührer Zeit so oft geschehn. Als man beim zweiten Tempelbau uns abwies, Bot uns ein eigner Tempel kein Genüge. Wir hemmten ihren Bau, so daß die Träger In einer Hand die Lasten trugen und Die Waffe in der andern. Nannten wir Uns nicht Sidonier vor Alexander, Ihm Truppen stellend gegen die Judäer? Erlaßt mir all' der Hinderungen und Der Ränke zu gedenken, die uns nur Zur Schmach gereichen. S a b ä u s. Nun, an Racheakten Hat es von jener Seite nicht gefehlt. Hat Hhrkan nicht, der Hasmonäerkönig, Den Tempel uns zerstört und Samaria, Die erst Herodes wieder neu erbaute?