Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 3)
- Language
- German
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122 Unb. wie beim Volk der letzte Redner Recht Behält, so ist es auch bei Hadrian. Im Wege steht uns nur Dositheos, Den haben wir vor allem abzuschütteln. Anastasius. Wir wählten ihn zu unserm Oberhaupt, Weil er in allen Schriften sehr bewandert. Sabäus. Und nun benutzt er weislich seinen Einfluß, Um uns dem Zionstempel zuzuführen Und unsre Traditionen zu vernichten. Die wir gepflegt durch acht Jahrhunderte. Fiel's Dir nicht auf, daß er die Wohnung nahm In dem ihm heiligen Jerusalem? Anastasius. Das Hab' ich alles schon erwogen, Doch fragt ich mich, ob es nicht besser wäre, Wenn wir uns endlich an Judäa bänden. Sabäus. Schämst Du Dich Deines Wankelmutes nicht? Uns binden an Judäa? Welche Weisheit! Willst Du mit ihm gebunden und gefesselt Dem Sklavenjoch verfallen? Ahnst Du nicht. Daß bald der Tempelbau des Volkes Wunsch Nach Unabhängigkeit aufs neu erregt, Und daß der Kaiser ihn so schnell verbietet, Wie er in seiner Laune ihn gestattet? Uns aber, die wir nicht die Stämme einen, Verbliebe Samaria, wenn wir uns Ganz abgesondert von Judäa hielten. Ob mein Bemühen von Erfolg gewesen, Das sollst Du heute noch erfahren. A n a st a s i u s. Da kommt Dositheos mit dem Elisa. Was zieht ihn nur zu diesem Griechenfteunde?