Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 15 (1912)
- Article
- Der Mischpocherentner
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 279 (sequence 68)
- Language
- German
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279 und Feste waren ihm gesegnet. Davon überzeugten sich einmal seine beiden Neffen, der Bankdirektor Rudolf Eisenstädter aus Wien und der Schriftsteller Dr. Richard Eisenstädter aus Berlin, seines verstorbenen Bruders Elieser. ältester Sohn,mit inniger Freude und Genugtuung, als sie Onkel Saul zu seinem siebzigsten Geburtstag aussuchten, um ihn persönlich zu beglückwünschen, und auch das alte „Stammhaus" einmal zu sehen. Und als sie dann am Abend im kleinen Wirtshaus des Städtchens beisammen saßen und über diese, bis. in die neue, moderne Zeit hineinragenden Gepflogenheiten im Judenleben sprachen, sagte Dr. Richard Eisenstädter: „Es ist eine nationale Eigentümlichkeit, deren Berechtigung in der Ausdauer und Zähigkeit unserer Volkheit zu suchen ist, und die im letzten Grunde im Sittlichen wurzelt."