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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1912-01-01 · 15 (1912) · p. Seite 47

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
15 (1912)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1912-01-01
Page
Seite 47 (sequence 27)
Language
German
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— 47 — öffentlichte eine ähnliche Arbeit „Im Lande Jahwehs und Jesu" (eine wenig geschmackvolle Zusammenstellung und ebenso wenig passende Benennung eines Landes). Ferner ist noch zu erwähnen: „Zum Klima von Palästina" von F. MI Exner (mit zwei Tafeln). Von Th o m so ns bibliographischem Handbuch „Palästinaliteratur" ist Band II (die Literatur 1905— 09) erschienen. Mit der palästinischen Archäologie verwandt ist die syrisch-mesopotamische. Eine sehr lesenswerte gemeinverständliche Schilderung über die neuesten Entdeckungen in Mesopotamien gibt Th. Witzel in der vortrefflichen Schrift „Die Ausgrabungen und Entdeckungen im Zweiströmeland"; sie enthält einen erschöpfenden Bericht über olles Wissenswerte auf diesem Gebiete. Die Statistik ist die modernste Hilfswissenschaft der Geschichte und verzweigt sich jetzt selbst in verschiedene Abteilungen, die alle von großer Bedeutung sind. Auch für die Erforschung des Judentums ist sie wichtig, denn sie gibt Aufschluß über Charakter und Beschaffenheit des jüdischen Stammes. Schon Zunz hat die Bedeutung der Statistik für die Wissenschaft des Judentums erkannt. Allerdings ist da die größte Vorsicht nötig, denn statistische Zahlen können irreführen und auch gemißbraucht werden. Bekannt ist das Wort Bismarcks von der Statistik, die eine Wissenschaft sei, mit der man alles beweisen könne. Indes haben wir gerade in dem letzten Jahre manche treffliche Schrift auf diesem Gebiete erhalten. Die vorzügliche Arbeit A. Ruppins „Die Juden der Gegenwart", die mit Recht ungeteilte Anerkennung gesunden hat, ist jetzt völlig umgearbeitet in einer neuen Auflage erschienen. Das Buch gehört zu den besten dieser Gattung und zeichnet . sich durch Objektivität und Sicherheit des Urteils aus. Der Verfaffer hat in der neuen Auflage das statistische Material ziemlich beiseite geschoben und behandelt sein Thema mehr ethnographisch und soziologisch. Auf diesem Gebiete ist noch eine kleine Schrift „Die Juden in der modernen Raffetheorie" von M. Besser zu erwähnen. In englischer Sprache ist erschienen: „The Jews, a study of race and environment“ von M. Fishberg. A % 4 . ’s -.5 /M ■ J " i I "i - . ' ■1

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