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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1910-01-01 · 13 (1910) · p. Seite 101

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
13 (1910)
Article
Zur ältesten Geschichte des Christentums
Date
1910-01-01
Page
Seite 101 (sequence 13)
Language
German
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IRI
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101 Auf diese Erzählung vom Auftreten des Johannes, das um 25 Jahre früher verlegt wird als in der evangelischen Erzählung und in der Interpolation unseres Josephus (Altertümer XVIII, 5, 2), folgt im slavischen Josephus der Bericht von der Gewaltherrschaft des Archelaus, seinem Traumgesicht und seiner Verbannung. Nach der Erzählung in unserem Text des „Jüdischen Krieges" (II, 9, 1), wo Josephus von den Städten berichtet, die Herodes Philippus, der Tetrach von Trachonitis, erbaut hatte, folgt im slavischen Josephustext die Erzählung von einem Traum des Philippus und dessen Deutmig durch Johannes. Wir können dieses Stück als geschichtlich unwichtig übergehen; hervorzuheben ist nur, daß hier Johannes als „der Vorläufer" (also im Sinne der evangelischen Erzählung) bezeichnet wird. Dann heißt es in der Erzählung: „Und da er also gesprochen hatte, verstarb vor Abend Philippus und seine Gewalt (Reichs wurde dem Agrippa gegeben, und sein (des Philippuss Weib Herodias nahm Herodes, sein Bruder. Um ihretwillen aber verabscheuten ihn alle Gesetzeskundigen, wagten es aber nicht, vor seinen Augen ihn zu bezichtigen. „Nur aber jetfer Mann, welchen man einen Wilden nannte, kam zu ihm mit Wut und sprach: „Weshalb hast du des Bruders Weib genommen, du Ruchloser? Weil dein Bruder gestorben ist erbarmungslosen Todes, so wirst auch du dahingemäht werden von der himmlischen Sichel. Nicht verstummen wird Gottes Ratschluß, sondern wird dich umbringen durch böse Trübsal in fremdem Lande. Denn nicht Samen erweckest du deinem Bruder, sondern befriedigst die fleischlichen Gelüste und treibst Ehebruch, da vier Kinder von ihm vorhanden sind." Als Herodes das hörte, wurde er zornig und er befahl, daß man ihn schlage und fortjage. Er aber bezichtigte den Herodes unaufhörlich, wo er ihn fand, und so lange, bis er ihm Gewalt antat und ihn niederzuhauen befahl. „Es war aber sein Charakter absonderlich und seine Lebensweise nicht menschlich, wie ein fleischloser Geist

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