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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1925-01-01 · 26 (1925) · p. Seite 108

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
26 (1925)
Article
Die Juden im Amerika spanischer Zunge
Date
1925-01-01
Page
Seite 108 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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— 108 — setzte sich aus allen anderen kastilianischen Besitzungen Westindiens, vor allem Cuba, zusammen, auch gehörte Florida zu diesem Verwaltungsbezirke. Das ganze spanische Südamerika bildete ursprünglich das Vizekönigreich Peru mit Ausnahme des von Karl V. dem deutschen Handelshause der Welser überwiesenen Venezuela. Als 1555 diese Konzession den Augsburger Kausleuten wieder entriffen wurde, schuf das Kolonialamt aus dieser ersten deutschen Kolonie die Generalkapitänschaft Caracas. 1721 wurde von Peru das Mzekönigreich Neugranada^) abgezweigt, das nach seiner Hauptstadt Santa Fe de Bogota (heute kurzweg Bogota) auch bisweilen Santa Fe, bisweilen „Costa firme" (Festlandsküste im Gegensatz zu . der benachbarten Inselwelt Westindiens) genannt wurde, zu ihm gehörte Panama. Trotzdem hatte das peruanische Mzekönigreich mit der Hauptstadt Lima immer noch eine gewaltige Ausdehnung. Außer Ober¬ und Unter-Peru (letzteres bildet die heutige Republik Peru, erstere den größten Teil Boliviens) waren von ihm noch abhängig die Generalkapitänschaft Chile — bisweilen auch das Königreich Chile genannt — und die La Plata- Provinzen. Aus diesen wurde am Ende der Kolonialzeit (1777) ein besonderes Mzekönigreich geblldet, dessen Hauptstadt Santa Maria de Buenos Aires (heute kurz Buenos Aires genannt) war. Aus diesen Ländern entwickelteten sich später die Republiken Argentinien (La Plata heißt im spanischen ebenfalls „Das Silber"), Paraguay und Uruguay, während der Nordsaum des ehemaligen Mzekönigreichs La Plata sich mit Ober-Peru zu Bolivien vereinigte. Als sich Kolumbus zu seiner als tollkühn betrachteten Fahrt rüstete, hielt es schwer, die notwendige Mannschaft zu finden. Man nahm es daher mit dem Vorleben seiner Begleiter nicht genau. Als er aber neue und, wie man annahm, ungeheuer reiche Ländereien entdeckt hatte, erwachte sofort der religiöse Eifer der spanischen Majestäten Ferdinand und Jsabella. Schon bei seiner zweiten Reise (1493) wurden dem Seefahrer ein Mönch und elf andere Geistliche mitgegeben, um in den neuentdeckten Gebieten

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