Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 14 (1911)
- Article
- Ludwig Philippson
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 25)
- Language
- German
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108 die Treue und den Edelsinn in uns wachsen, lasset den Gemeinsinn in uns erstarken. Nur leget die Hände nicht in den Schoß und sehet müßig dem Spiel der Zeit zu. Gehet nicht feige zurück, sondern gerüstet vorwärts - Niemand ist unberufen. Jedermann vermag etwas. Vereinzelt ist selbst der stärkste Wille ein gebrechlich Reis. Die Tücke verstumme, der Haß erbleiche. Wir fechten unter gutem Panier, wir brauchen uns nicht zu schämen, es ist darauf gezeichnet: Gott und Vaterland! sein Schaft isst Wahrheit und Erkenntnis!" Solche Worte haben in vielen tausenden von Herzen gezündet, und noch das heutige Judentum erfährt die Einwirkung des Geistes Ludwig Phllippsons.