Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 14 (1911)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 43)
- Language
- German
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Buch „Hammurapi <Hamniurabi)und das salische Gesetz" eine Rechtsvergleichung von H. Fehr. Bei den vielen Berührungspunkten zwischen den altbabylonischen Gesetzen und den jüdischen wird auch diese gelehrte Forschung für die Kenntnis des altjüdischen Rechts von großer Wichtigkeit sein. Eine rechtsgeschichtliche Studie gibt A. Billauer in seinen „Grundzügen des babylonisch - talmudischen Eherechts". Gesetz und Sitte berührt ein geistvoller und gründlich-gelehrter Vortrag von Th. Kroner: „Der Zweikampf", in der auch die Stellung des Judentums zu dieser eigentümlichen gesellschaftlichen Erscheinung niit Sachkenntnis präzisiert wird. Der Verein zur Abwehr des Antisemitismus hat eine politisch-soziale Streitschrift „Die Juden im Heere" herausgegeben. Gegen die unqualifizierbaren Angriffe auf die galizischen Juden von „jüdischer" Seite hat B. Segel eine geharnischte mit berechtigter Entrüstung geschriebene Abwehrschrift veröffentlicht: „Die Entdeckungsreise des Herr Or. Theodor Lessing zu den Ostjuden". Ob sie den Schaden gut machen wird, den die „Reise-Erlebnisse" des Herrn Lessing verursacht haben, ist leider zu bezweifeln, da die Antisemiten wohl die Schmähungen, nicht aber die Zurückweisung gelten lassen. Bekehrungsfähigen Antisemiten sei die Lektüre eines Buches von einem Gesinnungsgenossen empfohlen: „Vingt ans d'antisemitisme 1889—1909" von R. Viau. Der Zeitgeschichte gehört auch an die Schrift von I. L. Magnes: „Jewish Community of New York City.“ Erwähnenswert ist auch die Schrift von M. Ginzburger: „Das jüdische Museum in Elsaß- Lothringen". Von einem „jüdischen Deutschen" (Friedrich Blach) rührt eine Streitschrift: „Die Juden in Deutschland" her. In dieser aktuellen Schrift sind manche hübsche und anregende Bemerkungen, die auf guter Beobachtung beruhen, zu lesen. Aber seine Deutschtümelei ist durchaus überflüssig und sein großer Respekt vor H. St. Chaimberlains Alfanzereien ganz unbegründet. Der Verfasser glaubt sogar den „Separatismus" der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur tadeln zu müssen. Sonderbarer Schwärmer! Was er über Juden-