Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 14 (1911)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 42)
- Language
- German
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62 graphisches Material über jüdische Verhältnisse enthalten sind. Von der hebräischen Enzyklopädie .,Ozar Israel“ ist nach einiger Unterbrechung nunmehr der 4. Band erschienen. Ich möchte hier noch einige Erscheinungen erwähnen, deren Einreihung in eine der oben zusammengestellten Fächer etwas schwer fällt. Das Rubrizieren der Wissenschaft hat immer sein Bedenken, da namentlich auf dem Gebiet der Wissenschaft des Judentums manche Schrift eine eigene Art bildet oder in verschiedene Fächer hinübergreift. S. D. Luzzatto Pflegte dieses als den Charakter des jüdischen Schrifttums zu bezeichnen, das in seiner Mannigfaltigkeit und Lebendigkeit nichtwiegepreßtePflanzen hübsch geordnet werden könne. Eine gute Schrift „Der Kalender der Juden", vollständige Anleitung zu seiner Berechnung für alle Zeiten, von A. Kistner, verdient wegen ihrer leichtverständlichen Darstellung und erschöpfender Behandlung dieses Themas eingehende Beachtung. Dieser Schrift einigermaßen verwandt ist die Abhandlung von A. Fisch er: „Tag und Nacht imArabischen und die semitische Tagesberechnung". Eine unentbehrliche Sammlung über die Rechtsverhältnisse der Juden in Preußen, eine vollständige Zusammenstellung aller betreffenden Gesetze, Verfügungen, ministeriellen Entscheidungen usw. die Stellung der jüdischen Gemeinden im preußischen Staat betreffend, hat Max Kollenscher herausgegeben. Dieses Buch besitzt große Vorzüge in seiner Klarheit und Verständlichkeit und enthält auch viele informierende und ausklärende Hinweise des Herausgebers, die bei der Verschiedenartigkeit der gesetzlichen Bestimmungen zu der richtigen Auffassung durchaus nötig erscheinen. Alfred Michaelis hat ebenfalls eine ähnliche Sammlung veröffentlicht: „Die Rechtsverhältnisse der Juden in Preußen seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts." Auf dem Gebiet der Gesetzgebung, wenn auch von der modernen preußischen sehr weit entfernt, ist das