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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1911-01-01 · 14 (1911) · p. Seite 56

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
14 (1911)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1911-01-01
Page
Seite 56 (sequence 36)
Language
German
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56 W. Staerk hat zum Gebrauch für Studierende herausgegeben „Altjüdische liturgische Gebete", ausgewählt und mit Einleitungen versehen (enthält einen Teil der wichtigsten liturgischen Stücke des jüdischen Gebetbuches). D. Künstlinger veröffentlichte „Das 18-Gebet mit arabischer Uebersetzung nach einer jemenitischen Handschrift". Eine gründliche Studie über das altehrwürdige „Kadisch"-Gebet, dessen eigenartige, ich möchte beinahe sagen: volkspsychologische' Entwickelung bereits unsere besten Forscher der jüdischen Liturgie beschäftigt hat, gibt David de Sola Pool in einer umfangreichen Abhandlung: „The old jewish-aramaic prayer, the Kaddish“. Das Buch gehört zu den besten auf dem Gebiet der Liturgieforschung. Ein eigentüinliches großes liturgisches Werk ist die Ausgabe der „Gebete der Juden für die Wochen- und Feiertage, nach dem sephardischen Ritus mit einer Tat-Uebersetzung" von A. Pinchassow. Der Tatdialekt ist ein Zweig der iranischen Sprachgruppe, mit hebräischen Worten untermischt ist er eine Art Jargon, der von den Bergjuden in den Gebieten von Derbent, Baku, Dagestan usw. gesprochen wird. Die Uebersetzung ist mit hebräischen Lettern als das erste jüdische Werk in der Tatsprache gedruckt. Ein interessantes Kapitel aus der Geschichte der modernen Sprachzersplitterung unter den Juden. — Eine sehr gute Arbeit in hebräischer Sprache gab W. Jawitz „Mekor ha-berachot", die Liturgie des Siddurs und ihre Entwickelung nach den Urquellen. Auf dem Gebiet der Philosophie und der Religionsphilosophie, soweit sie das Judentum berühren, sind im letzten Jahre ebenfalls manche beachtenswerte Arbeiten entstanden. A. Grünfeld veröffentlichte „Die Lehre vom göttlichen Willen bei den jüdischen Religionsphilosophen von Saadja bis Maimuni". Ein wertvoller Beitrag zur Kenntnis der arabischen Philosophie, die auf die jüdische Religionsphilosophie des Mittelalters so stark, eingewirkt hat, gibt Max Horten in zwei lehrreichen Schriften. Von der älteren arabischen Philosophie, aus der Epoche vor Maimonides, handelt das Buch „Die Philosophie des Abu-Raschid

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