Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 10 (1907)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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42 diesem Jahre nicht. Ihr Erscheinen ist ein Zeugnis dafür, daß die Sehnsucht nach dem Religionsbuch und der biblischen Geschichte, die das Ideal einer solchen bilden, noch immer nicht erfüllt ist. Ob es überhaupt jemals erfüllt werden wird? Das mögen die Pädagogen entscheiden. Bis dahin mögen sie aus den vorhandenen und neuerscheinenden, für jedes Alter und jede Richtung berechneten, wählen. Neue Bücher für den Religionsunterricht oder neue Auflagen älterer erschienen von B. Knoller und L. Stern. Für eine höhere Stufe des Verständnifses ist die Einführung in den SchulchanAruch auch von dem im Berichtsjahre verstorbenen PH. Lederer bestimmt. Die biblische und jüdische Geschichte erzählen die Lesebücher von M. Brann, S. Baeck, Th. Kroner, die englische Uebersetzung des bekannten Buches von David Cassel, ferner von I. Hart; in französischer Sprache behandeln die Geschichte und Literatur I. Fresco und M. Franco; in hebräischer M. Frischmann und D. Aellin. Für den Psalm-Unterricht hat A. Frankl- Grün eine pädagogische Andeutung gegeben. Die Fibel ist durch I. H. Levy, B. Rosenthal, E. Gutmann vertreten. Jugendschriften sind nur in hebräischer Sprache von B. Frischmann, Schalom Asch u. a. erschienen. Von den jüdischen Legenden B. Kuttner's ist der vierte Teil, der das treffliche Werk abschließt, herausgekommen. Endlich ist noch die lesenswerte Festschrift zur fünfzigjährigen Jubelfeier des Vereins der Lehrer in Rheinland und Westfalen mit wertvollen Beiträgen von S. Katz, D. Levi, I. Kaufmann, L. Meyer, Em. Goldschmidt und S. Andorn hervorzuheben, die nach vielen Seiten hin Juteressantes und Anregendes bietet. Die Liturgik wird hier am besten einzureihen und in erster Linie das neue Gebetbuch des badischen Oberrats zu nennen sein. Einer der besten und gefeiertsten Vertreter des Synagogengesanges, Salomon Snlzer, hat in einer von seinem Sohne Josef Sulzer besorgten Ausgabe seiner weltberühmten Gesänge für den israelitischen Gottesdienst die verdiente Auferstehung gefeiert. Ein vollständiges Handbuch zum Gebrauch für Kantoren hat