Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Der Weiberfeind
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3111067-3111084-3113875--2520-3114148- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
259 Und milden Lächelns sanftes Licht Glänzt aus des „Hohen Vaters" Angesicht, Und der König spricht: „Hast deine Sache brav gernacht. Die Antwort klug dir ausgedacht Und klugen Rat uns vorgebracht. D'rum rnit dem Weibe deiner Wahl Leb' ftohe Jahre ohne Zahl! An mir doch ist's, den Wunsch dir zu gewähren. Die Bitte zu erhören! Du bleibst mir nah! Und sollst Jahr aus Fahr ein An meinem Tische gern gesehen sein. Und weil du die Worte so gut gesetzt, Dreihundert Schekel nimm für jetzt Und fünf paar Feierkleider!" — Und von diesem Tage und weiter Ist er des Königs Ehrengast geblieben. Blieb im Gedächtnisbuch sein Name eingeschrieben. — Somit ist das Büchlein vollendet. Und Schekers Trug beendet; Die Mähr von Serach und Ajala ist am Schluß, Und fertig ist des Liedes Gruß Mit Hilfe dessen, der Betrüger stürzt Und ihre Bosheit kürzt. — Die Reden und die Lieder, Ich dichtete und schrieb sie nieder, Gab den Gesängen Form Nach Tachkemoni's Norm*) Ich, Juda Hallewi, Sohn Jsaak's, Sohn Sabbatai's — Entsendend meinem Herrn als Ehrenpreis Dies Werk, das ich zu Ende gebracht *) Wahrscheinlich spielt hier der Dichter auf den Divan (Tachkemoni) des Alcharisi an, welches Werk ihm.als Vorbild. gedient zu haben scheint, und hinter welchem er in Form und Inhalt sicher nicht zurückgeblieben ist. 17'