Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Der Weiberfeind
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein.Rornanlin Makarnenforrn, aus dern Anfänge des 13. Jahrhunderts von Rabbi Jehuda ben Sabbatai, ins Deutsche übertragen Leopold Stein. Einleitung. Sn eine merkwürdige und interessante Zeit führt uns der Roman, den wir heute den Lesern unseres Jahrbuches vorführen, in die Zeit, in der ein neuer idealer Inhalt sich durch die Kreuzzüge in das Rittertum ergossen hat, in der das Bürgertum zu hoher-Kultuv Ach emporgerungen, und die Achtung der Frau in hohem Grade gestiegen ist. Auch das Judentum war zu dieser Zeit, an der Neige des zwölften Jahrhunderts, an einen bedeutsamen Wendepunkt seiner geistigen Entwickelung angelangt. Eine Periode des Ringens und Erwachens, des Kampfes zwischen großen Weltanschauungen folgte auf das.Goldzeitalter der Poesie und Philosophie nach dem Tode Maimunis. Das Zeitalter der Epigonen wird genau durch dieselben Erscheinungen in der jüdischen Literatur charakterisiert wie in der allgemeinen. Statt poetischer Kraft finden wir Fertigkeit und Gewandtheit im Ausdruck, ohne dichterische Selbständigkeit, viele Stoffe und Formen, aber keine Typen, keine ergreifenden Empfindungen oder mustergiltigen Formen. Die hervorragendsten Dichter dieses'--Zeitalters sind Jehuda ibn Charisi, Josef ibn Sabara-und Jehuda.ibn Sabbatai.