Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 49 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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49 mente zu sammeln. Das Buch von H. S. Henriques über die Rückkehr der Juden nach England behandelt dasselbe Thema und erscheint als die erste der Festschriften auf dem Plan. Auch die amerikanischen Juden werden im nächsten Monat die Zweieinhalb-Jahrhundertfeier ihrer Ankunft im Lande der Freiheit festlich begehen und auch dort sind bereits große Vorbereitungen zu eurer würdigen Feier getroffen. Von den Publications of th.e American Jewish Historical Society ist Nr. 12 erschienen, die wieder einige sehr interessante Essays über die Juden in den Vereinigten Staaten und über einzelne Gemeinden bringt. Eine besondere Schrift über die Geschichte der Juden in Baltimore hat H. Guttmacher herausgegeben, ferner haben zwei angesehene amerikanische Gelehrte Max Margolis und David Philipson sehr wertvolle Untersuchungen über die Geschichte der Reform im vorigen Jahrhu^ert angestellt. Auf dem Felde der Biographik sind zu nennen die Biographien berühmter jüdischer Aerzte von S. Scherbel, ferner der Vortrag über die Vertreter der Kabbala auf ihrem Höhepunkt von Ph.Bloch, die Schrift vonL.Löwenstein über die Familie Aboab, die Biographie des ersten Predigers der portugiesischen Juden in Amsterdam Ury Halevi von I. M. Hillesum, die sehr wertvolle Monographie von B. Friedeberg über die Familie Landau, eine kleine Schrift von I. Krengel über den bekannten Literar-Historiker Ch. D. Asulai, endlich eine Biographie des berühmten Romanschriftstellers Perez Smolensky von M. Berkowiez. Eine Reihe archäologischer, ethnographischer und ethnologischer Arbeiten dürfte sich hier am besten anschließen. Und zwar zunächst zwei alte Reisende, Rabbi Petarchja aus Regensburg, dessen große Rundreise L. Grünhut herausgegeben und übersetzt hat, und der dann vier Jahrhunderte später reisende Maranne Pedro Teixeira, dessen ethnographisches Werk die Hacluyt-Gesellschaft in London mit einer Biographie des kühnen Wanderers ediert hat. Die modernen Reisenden kommen leichter nach dem Orient, nach Persien und Indien als diese beiden alten 4