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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1905-01-01 · 8 (1905) · p. Seite 143

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
8 (1905)
Article
Immanuel Kant in seinen Beziehungen zum Judentum
Date
1905-01-01
Page
Seite 143 (sequence 20)
Language
German
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143 Hoffnung einer gütigen Erfüllung meines getanen Gesuches zugleich ergebenst um die gütige Erlaubnis bitte, daß ich dero Beurteilung in dem gedachten Journal darf abdrucken lasten. Mit dem Gefühl der innigsten Hochachtung habe ich die Ehre zu sein Berlin, am 9. Mai 1790. Ew. Wohlgeboren ergebener Diener S. Maimon." So viel mir bekannt geworden ist, antwortete Kant aus diese Zuschrift nicht, wohl aber übersandte er ihm ein Exemplar seiner „Kritik der Urteilskraft", wofür Salomon Maimon in einer Zuschrift vom 15. Mai 1790 in den wärmsten Ausdrücken dankt, indem er unter anderem schreibt: „Für das mir gütigst übersandte Geschenk, woraus ich Ew. Wohlgeboren freundschaftliche Gesinnung ersehe, welche mir sehr teuer ist und worauf ich stolz zu sein Ursache habe, sage ich Ihnen den allerverbindlichsten Dank". Es würde mich zu weit führen, wollte ich den sehr eingehenden philosophisch-kritischen Brief Maimons hier abdrucken. Er befindet sich in Kants Briefwechsel, Band H, herausgegeben von der Königlich preußischen Akademie der Wissenschaften (Berlin 1900), Seite 169 ff. Ein anderer Brief Maimons vom 20. September 1791, der schon eine kleine Abhandlung genannt werden kann, so wie noch einer vom 2. Dezember 1793 sind gleichfalls dort (Seite 272 ff bezw. Seite 452 ff) zu lesen. Er schließt dieses letzte Schreiben mit den Worten: „Ich bin jetzt damit beschäftigt, eine Logik auszuarbeiten; werde mich also glücklich schätzen, wenn ich Ihre Meinung sowohl über den Plan, als über die mögliche Ausführbarkeit desselben erhalten und zur Richtschnur meiner Arbeit machen könnte. In Erwartung dessen verbleibe ich wie immer mit aller Hochachtung und innigster Freundschaft Ew. Wohlgeboren ergebenster Diener S. Maimon." Die „Nachbesserung" Immanuel Kants war Maimons glänzendste kritisch philosophische Leistung, und als Vorläufer des Idealismus hat er seinen Namen mit goldenen Lettern in die Geschichte der Philosophie eingezeichnet. Auf dem Gute feines schon genannten Gönners, des Grafen Kalkreuth,

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