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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1902-01-01 · 5 (1902) · p. Seite 177

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
5 (1902)
Article
Mittheilungen aus dem Briefwechsel zwischen Zunz und Kaufmann
Date
1902-01-01
Page
Seite 177 (sequence 19)
Language
German
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177 verbindlichst*). Uebrigens Lin ich zu schriftstellerischen Leistungen nicht mehr fähig, auch nicht dazu geneigt: je näher sie meinem Gemüthe stehen, desto ferner der schreibenden Hand. Ueberhaupt lähmt die beständige Trauer, mit Beschwerden des Alters und leiblichen Leiden verbunden, die geistige Elasticität, und ich tauge daher nur noch zur Correetur des begonnenen dritten Bandes meiner gesammelten Schriften. Wenn das Hochwasser Sie verschont hat, erquicken Sie mich bald mit einem langen Briefe. Stets Ihnen achtungsvoll ergeben Berlin, 16. März 1876. Zunz. 20. Sehr geehrter Herr Dr.! Nicht weil ich etwas erzählenswerthes zu melden habe, sondern lediglich weil Sie es gewünscht, schreibe ich heute, zugleich zu der Hochzeit?) nächsten ר״ח grüßend. Daß Ihre Berufung hierher wenigstens zur Abhaltung einer Predigt, Sie beunruhigt, kann ich nicht recht begreifen, und wenn Herr Dr. Frankl — der mich besucht hat — mit Ihnen die Aufgabe theilt, ist das um so besser, da er Ihr Freund ist. Jedenfalls werden Sie שסיעות hier sein und hier predigen; haben Sie einen Wunsch, den ich erfüllen oder zu dessen Erreichung ich beitragen kann, theilen Sie ihn mir mit. An dem dritten Bande meiner gesammelten Schriften wird gearbeitet, zehn Bogen sind gedruckt. Meine Gesundheit, oder richtiger mein Befinden, wird in diesem Leben stufenweise an Werth verlieren, bis ich von demselben abberufen werde. Eine Anzeige meiner Schriften, die Sie einem öffentlichen Blatte zusenden, kann mir nur angenehm seyn. Und hiermit schließe ich diesen mageren Brief und ersuche, wenn die Hochzeit vorüber ist, um eine fettere Antwort an den Ihnen mit Hochachtung ergebenen Berlin, 21. April 1876. Zunz. 21. Geehrter Herr Dr.! Vierzig Tage nach Empfang Ihres Briefes ist es wohl Zeit ein Wort der Erwiderung zu schreiben, obwohl ich gezögert habe, theils um nicht zu stören, theils weil ich in der That nichts zu melden habe. Da die bevorstehenden Festtage Lüesesmal viel Spielraum für Predigen lassen, so könnten Sie vielleicht schon bald נ) Vermuthlich Brann a. a. O. Nr. 63. 2) Es ist offenbar die Hochzeit von Kaufmann's Schwester Ernestine mit Dr. Heinrich Oppenheim gemeint. 12

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