Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 3 (1900)
- Article
- Poetische Übertragungen
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 3)
- Language
- German
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278 Und der Sonn- und Sternenkranz In der Schönheit Morgenglanz — Sah noch keine Menschenthränen, Hörte noch kein Leidensstöhnen — Sang dort mit den Engeln süß All im Chor, im Paradies: Mismaur schir lejauin haschabos! Schön, wie gold'ger Farbenschiller, Bunter Vöglein klare Triller Sich in den Gesang verweben. Dort in Edens ew'gem Leben. Jauchzend klingt ihr Jubiliren, Schmelzend singt ihr Tiriliren, Mismaur schir lejaum haschabos! Und der Para dieses bluten Strahlend heller Wunderkranz: Rothe, hold verschämte Rosen, Lilien, weiß im Unschuldsglanz; Veilchen, die bescheiden schönen. Lassen ihre Stimm' ertönen: Mismaur schir lejaum haschabos! Hoch vom Libanon dort rauschen Laut die Baumesriesen all; Und die stolzen Cedern tauschen Wechselsang und Widerhall. Durch die Kronen, ernst und düster. Säuselt himmlisches Geflüster: Mismaur schir lejaum haschabos! Auf dem Throne glanzgewoben, Schimmernd klar im Strahlenschein, Gott, der Herr, im Himmel droben Stimmt mit seinen Kindern ein; Singt mit göttlich-güt'gem Lächeln: Mismaur schir lejaum haschabos!