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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1900-01-01 · 3 (1900) · p. Seite 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
3 (1900)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1900-01-01
Page
Seite 31 (sequence 11)
Language
German
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32 der jüdischen Schriftauslegung den ersten Rang ein. Zur Synonymik in den Talmuden und Midraschen hat Z. Rabbiner einen wichtigen Beitrag geliefert. Einen Versuch, die Fortschritte der hebräischen Sprachwissenschaft von Chajjug bis Kimchi darzustellen, den L. Rosenak unternommen, von dem aber erst die eine Hälfte erschienen, ist anerkennend zu erwähnenden arabischen Mischna-Kommentar des Maimonides zu Bezah hat H. Kroner herausgegeben. Ein sehr werthvoller Beitrag zur mittelalterlichen jüdischen Litteraturgeschichte ist die vortrefftiche Ausgabe der Chronik des Jerachmiel von M. Gasterdie Archäologie des Mittelalters bereichern die Mittheilungen der Hamburger Gesellschaft für jüdische Volkskunde, die Dr. Grunwald mit seinem Verständnis leitet. Ein Sammelwerk zu Ehren des Prof. Chwolson in Petersburg, das Baron David Günzburg veröffentlichte, enthält einige sehr bedeutende literarhistorische Abhandlungen von Epstein über die biblische Textkritik der alten Rabbinen, von Bacher über sprachvergleichende Elemente bei Maimonides, von dem Herausgeber selbst über den ersten hebräischen Druck, von Büchler zur Geschichte des Tempelkultus zu Jerusalem u. a. m. Die Neumondsberechnung des Maimuni hat E. Baneth in strengwissenschaftlicher Weise behandelt. Den Reisebericht über die slavischen Länder aus dem Jahre 965, den Abraham ibn Jacob verfaßte, hat F. Westberg in den Publikationen der Petersburger Akademie herausgegeben. Eine Reihe alter Schriftstücke zur mittelalterlichen Litteraturgeschichte hat M. Großberg nach Oxforder Handschriften edirt und das kabbalistische Werk von Moses Zacuto hat M. Schwab als Supplement zu seinem Wörterbuch der Angelologie mit gewohnter Meisterschaft publieiert. Die altftanzösischen.WörterimMaoliZor Vitry hat Gustav Schlesinger erklärt. Den Tachkemoni des Jehuda Charisi besißen wir jetzt in einer sehr handlichen und tüchtigen kritischen Ausgabe von A. Kaminka. Der Verlag Achiassaf in Warschau erwirbt sich durch diese Sammlung hebräischer Dichter des Mittelalters ein großes Verdienst um die Litteraturgeschichte. Dagegen ist die Bearbeitung und Uebersetzung des Schulchan Aruch von I. de Pavly, von der der vierte Band erschienen ist, ein absolut werthloses

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