Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 3 (1900)
- Article
- Litterarische Jahresrevue
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 7)
- Language
- German
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28 Literalsinn, Samuel von H. T. Smith, der Jesajas von Cheyne, die Bücher der Könige von Holzhey, und von Nette!er im katholischen Sinne, sowie von I. Benzinger, eine gediegene Arbeit, die Psalmenerklärung von Spurgeon, deutsch von Millard, die salomonischen Sprüche von H. L. Strack, eine zweite Auflage des vortrefflichen Kommentars, die Ausgabe des Propheten Jona nach einer alten karschun. Handschrift von B. Wolf, der Hiob von Gibson, der Koheleth von Tyler und die Propheten Nahum und Zephanja von I. C. Beck. Zu den Apokryphen übergehend haben wir in erster Reihe die Fortsetzung der Übersetzung und Erklärung der Apokryphen und Pseudepigraphen in dem Sammelwerke von Kautzsch zu erwähnen, ferner das sehr gelehrte Werk von W. Singer über das Buch der Jubiläen, von dem bisher nur der erste Theil erschien; die gründlichen Studien von H. P. Chajes über die salomonischen Psalmen und von Raboisson über Judith. Chajes hat auch in seinen Markus-Studien sehr wichtige, wenn auch hie und da zu weit gehende Forschungen über den Urtext des Evangeliums angestellt. Das Hauptwerk auf diesem Gebiete ist aber der Ben Sira von Schechter und Taylor aus den Schätzen der Genizah zu Kairo. Dieser neue Fund umfaßt die Kapitel XXXIX bis XXXXIX und erweist sich als eines der wichtigsten Werke zur Geschichte der hebräischen Sprache und Weltanschauung jener Zeit. Der Streit zwischen den Herausgebern und dem Prof. Margoliouth über die ganze Angelegenheit wird durch diese Publikation wohl bald erledigt sein. Es ist bekannt, daß Margoliouth die Fragmente bisher für das Werk eines persischen Juden aus dem 11. Jahrhundert gehalten, das nach einer griechischen oder syrischen Version abgefertigt sei. Nun haben die meisten, die sich mit dieser Frage beschäftigten wie Schechter, Neubauer, Halevy, Smend, Noeldeke, Fränkel, Bacher u. a. sich gegen diese Annahme ausgesprochen. Margoliouth blieb aber standhaft dabei. Es fragt sich nur, ob er auch nach der Edition der neuen Fragmente den Muth haben wird, auf seiner Anschauung zu beharren, die man nicht mit Unrecht als ein Seitenstück zu der Shakespeare- Bacon'schen Theorie bezeichnet hat. Endlich ist hier noch die