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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1909-01-01 · 12 (1909) · p. 120

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
12 (1909)
Article
Unsere Familien Chronik
Date
1909-01-01
Page
120 (sequence 11)
Language
German
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120 Leib V4, dtette 1/4, Sebeba Haste lU, Schafte V4- Nr. 11033 hat 50 Th. gewonnen. Pomy, Milus, Egers, Mos jeder V4. Gelobt sei Gott, der unser Gebet erhört, und dessen Gnade uns beigestanden und uns Hilfe hat zuteil werden lassen, denn der jetzige Augenblick erfordert es, um unsere große Schuld zu bezahlen. O, verlasse uns auch ferner nicht! (Die Lotterie war zu jener Zeit meist in den Händen der Juden und war ein müheloses, oft einträgliches Nebengeschäft. Und wenn nun gar Fortuna mit großen Gewinnen begünstigte, so gab es von Seiten der Gewinner im ersten Rausche der Freude oft recht ansehnliche Douceure. Aber es trat auch nicht selten hinterher Reue ein und führte zu Prozessen.) Seit 8 Jahren bis dieses Jahr 1807 haben von unser angemessenes Brennholz soviel erspart und verwahrt zu einem Stall, welchen ich dieses Jahr durch Zimmermann Lange hier habe machen lassen und hierfür bezahlt 15 Th. vorbemeldetes Holz hat an Fuhrlohn und Raumgeld und Schneiden 30 Th betragen, 5 .Fuder Mauersteine von Nadler & Wucherung 3 Th. 12 gr., Fuhrlohn 2 Th. 18 gr., 2 Fuder Platten mit Fuhrlohn 4 Th., Maurer Hages hierfür den Grund zu neuern 4 Th. (Unser Chronist gibt ein schönes Bild eines fürsorglichen Hausvaters, nach der Lehre des Spruchredners Sprüche Sal. 24. 27 „Richte draußen dein Geschäft aus, bestelle wohl dein Feld, dann baue dein Haus.) Im Monat Ellul 1807 Aegidienmarkt habe ich meinen Sohn Bernhard zu meinem Bruder Abraham nach Hannover gebracht, um noch was zu lernen, sowohl in Hinsicht seines religiösen Wissens, als auch seiner weltlichen Kenntnisse, erstlich ein Schiur, eine festgesetzte Zeit zum Lernen der Thora bei unseren Verwandten Rabbiner, Rabbi Michael und bei einem Lehrer namens Bradel Posseck und Französisch, Rechnen und Schreiben, wofür ich ihm alle Quartal 11 Th. Cassemünze gegeben habe. Im Monat Cheschwan ist hiervon der Anfang gemacht und bis den 15 Schwat 1808 142/:{ Th. gekostet, was mit Agio 16 Th. 37 ngr. beträgt und für 51/3 Monat so er bei meinem Bruder Abr. gespeist worden. 16 Th. Nebenausgaben für allerhand, 3 Th. 9 gr. (Unser Schüler hat fürwahr seine Zeit gut angewendet und seinen Lehrern Ehre gemacht. Er war schon zum Mann herangewachsen, als ich ihn kennen lernte, und die Stunden seiner Unterhaltung mit ihm waren höchst anregend mrd wohltuend. Er war ein vollkommener Mann in des Wortes schönstem Sinne, die Verehrung, die ich in seinem Leben gegen ihn gehegt, sei auch cm dieser Stelle seinem Namen dargebracht.) Im Monat Cheschwan 1807 ist meine Tochter Röschen zu meinem Schwager Abraham in Geppenbrügge in Pension gekommen, wofür er monatlich 1 Th. 34 gr. erhalten, war 7 Jahre alt. Monat Jjar ist sie wieder nach Hause gekommen, sie hat gekostet an Abraham 30 Th. an dortige Lehrer Benjamin 6 Th. 4 gr. und an Nebenausgaben Summa 40 Th. (Röschen Lauenau, wie man sie in Rodenberg ohne weiteres nannte, gehörte zu den Frauen, die ich schätzen gelernt. Sie zeich-

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