Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 12 (1909)
- Article
- Unsere Familien Chronik
- Date
- 1909-01-01
- Page
- 118 (sequence 9)
- Language
- German
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118 Rosch hasch aha 1805 bin ich 39 Jahre alt geworden zum guten und war in meiner Lebenszeit kein theurerer Kornpreis wie dieses Jahr: Gerste 1 Thaler 6 gr. Roggen 1 Th. 24 gr. Hafer 24 gr. Bohnen 1 Th< 15 gr. Außer Landes war's noch theurer, hier war ein Zuschlag. (Aus vorstehendem geht hervor, daß unser Chronist 1766 geb.) In diesem Jahr war das Buch (Buchnüsse) gut gerathen, wovon denn sehr viel Oel geschlagen war, ich habe selbst 2 Hpt. schlagen lassen, wovon 13 Pf. Oel bekommen habe, geschlagenes Buch hat dieses Jahr 8 Pfd. gegeben (aus 1 Hpt.). Dieses Jahr unter der Braunschweiger Laurentius-Masse ist mein Herr Vater durch Einbruch unter dem kleinen Fenster in der Stube beganeft worden, was in der Stube war. Es war gut, daß vor der Stubentür David geschlafen, sonst wären sie weiter gekommen. Es betrifft sich die Geneiwe auf 30 Th. 1802 Maseltow kam in unserer Collekte den 18ten Mai des Morgens 10 Uhr in der Hannoverschen Lotterie ein Loos Nr. 11028 mit 12000 Th. bei Direktor Hahn heraus. Mittag 1 Uhr brachte uns Meyer Zell zu Pferd die erste Botschaft, wofür ihm 6 Louisdor zum Geschenk gegeben und 4 L. den Schreiber bei Hahn namens Gründahl, hiervon hatte lU Loos Oltrogge, Nie 7^ Pastor Sanier hier 78, soll verschwiegen bleiben 3/8 dito. Und Jizchak säete in diesem Lande und fand in diesem Jahre hundertfach, so segnete in Gott, ersten Buch Moses, 26. 12. 12ten Juni Mittwoch den 16. Siwan 5565 war die Chassene (Hochzeit) meines jünsten Bruders mit der Jungfrau Pesche einer Tochter des Rabbiners Michael Frensdorf in Hannover, Festmahl war bei Rabbi Meyer Wunstorf. Derselbe hat für die Sude und Kaffee und Kuchen 13 Louisdor bekommen. (Gedruckte Menus mit Goldrand waren z. Z. keine Mode)? Diesen Sommer war wirklich Hungersnot in der Welt, hier war es noch billiger wie auswärts. Roggen hat 2 Th. 13 gr., Gerste 1 Th. 34 gr., Weizen 3 Th., H.abber (Hafer) 1 Th. 13 gr. gekostet und dabei ein ganz nasser Sommer nicht einen Tag recht Sommerwetter gewesen. Gott aber hat viel Getreide beschert, aber eine späte langweilige Ernte. Chaulmaud zudies hat es stark gefroren, daß alle Vitsbohnen erfroren sind und dieses Jahr sind allerwärts hier in der Gegend die Schafe krepiert. Wir hatten das ganze Jahr keins geschochten wegen ihr Schifles (Untauglichkeit). Am 24ten Oktober hat es fußhoch geschneit. Zum Andenken im Monat August 1796 machten wir Kalkül und so waren wir im ganzen an Kaufleuten und Capitalien schuldig 7860 Th. und noch an Bruder Bär 300 Th. Bär ist bezahlt mit Quittung Seite gegenstehenden Datum bis Janur 1806 betragen 10 Jahr. So hat uns Gott, gelobt sei er in seiner Gnade, so gesegnet mit unseren sämmtlichen Geschäftsunternehmungen, daß wir jetzt nur an Kaufleute und Capitalien schuldig sind 4000 Th. und dazu haben wir unsere 2 Brüder ausgestattet, nämlich David und Abraham, was mit Kajumin auch 3000 Th. ferner an beide Häuser