Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 12 (1909)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1909-01-01
- Page
- 43 (sequence 26)
- Language
- German
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43 sofort den Vortrag von N. Porges über Jose> Bechor- Schorr und die treffliche Studie von M. Barol über Menachem ben Simon aus Posquieres anfügen. Ferner die Edition des berühmten Werkes von Mose aus Coucy durch N. Weiß. Und auch von Maimonides zu Spinoza ist am Ende der Weg nicht gar zu weit. Mit dessen Philosophie beschäftigen sich die Modernen wiederum einmal sehr eingehend. Wir haben in diesem Jahre biographische und kritische Werke über Spinoza von A. Tumarkin, A. Wenzel, E. Tilo, Fr. Erhardt, M. Kronenberg und L. Sehring zu verzeichnen. Ueber die Logik eines späteren Philosophen Salomon Maimon hat L. Gottselig sich verbreitet. Die Bedeutung Kauts für das Judentum hat I. Guttmann erörtert. Ueber jüdische Philosophie von Spinoza bis — Nietzsche hat I. LewkoMicz in polnischer Sprache geschrieben. Die Entwickelungstheorie in der jüdischen Wissenschaft bespricht A. Marcus. Kehren wir nun aber zur jüdischen Literatur zurück. I. Elbogen hat seine Studien über die Geschichte des jüdischen Gottesdienstes weiter fortgesetzt. Die Abhandlungen über das Schema und die Tefillah, sowie über den Kultus des Versöhnungstages in liturgischer Bearbeitung sind von hohem Wert für die bisher noch wenig bekannte Geschichte der Entstehung des jüdischen Kultus. Ueber Nebukadnezar nach der jüdischen Tradition hat S. Bernstein, über den Traum in der jüdischen Literatur H. Löwinger, über Josef in der jüdischen Tradition I. Spiro gehandelt. Die Parodie in der jüdischen Literatur behandelt G. Davidson, die Satire in derselben H. Groß. Seine Studien über den jüdisch-persischen Dichter hat W. Bacher mit einer Abhandlung über Jmrani und dessen biblische Epopöen abgeschlossen, die uns wieder einen höchst interessanten Einblick in ein neuentdecktes Land gewähren. Ueber das vielberusene Samuelbuch hat Fr. Falk wertvolle Aufschlüsse gegeben. Die Literatur der Juden in Tunis verfolgt M. Bassel mit Eifer.