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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1909-01-01 · 12 (1909) · p. 41

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
12 (1909)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1909-01-01
Page
41 (sequence 24)
Language
German
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41 die auf uns heute noch so mächtig einwirkt, wie in den Tagen, da jene Aufsätze entstanden sind. S. Schechter ist ein tiefgründiger Gelehrter, der überall auf die geschichtlichen Zusammenhänge eingeht, und das Alte mit dem Neuen geschickt zu kombinieren versteht. Man hat ihn treffend mit Leopold Löw verglichen. Einzelne seiner Studien wie die über das soziale Leben der Juden im Zeitalter des Josua ben Sirach, über das Studium der Bibel und des Talmud, über die Memoiren der Glückel von Hameln, und über Safed im 16. Jahrhundert sind Meisterwerke essayistischer Darstellung. Wir wollen hier gleich noch die Gesammelten Schriften von I. I. Unger, die wertvolle Studien über hebräische Exegese und Philologie, daneben aber auch interessante Gedenkblätter über berühmte Männer bringen, und die Westöstlichen Miscellen von Samuel Meis els, die ebenfalls sehr interessant sind, hinzufügen. Von der bereits angekündigten Encyklopädie des Judentums in russischer Sprache, ist der erste Band erschienen. Die Anordnung ist nicht dieselbe wie in der englischen Encyklopädie, sondern vielmehr nach Materien. Durchstreifen wir nun rasch die einzelnen Gebiete der Literaturgeschichte nach der Zeitfolge, so begegnet uns zunächst das Werk von I. H. Lipschütz, Oc>r llosobsriiu (erster Band), das eine Wiederlegung des großen kritischen Werkes von I. H. Weiß über die Geschichte der jüdischen Tradition enthält. Die Scheeltoth des Rab Achai will A. Kaminka in einer neuen Ausgabe edieren. Das Ritual des Eldad-ha-Dani hat M. Schloessinger nach einem Fragment der Genizah rekonstruiert. Der Anhang über die Eldad-Legenden ist sehr wertvoll. Das arabische Werk eines Karäers aus späterer Zeit, aus der ersten Hälfte des XIV. Jahrhunderts, des Samuel el Magrebi, das für die karäische Halacha außerordentlich wichtig und das nur noch handschriftlich vorhanden ist, beschäftigt unsere jungen Gelehrten sehr viel. Die Abhandlung über die Speisegesetze hat M. Lorg e, die über den Sabbat N. Weiß, die über die Pflichten I. Cohn, die über die Civilgesetze S. Gitelsohn her-

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