Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 7 (1904)
- Article
- David Honigmanns Aufzeichnungen aus seinen Studienjahren (1841/5)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 188 (sequence 56)
- Language
- German
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188 nachers, und die Familie des Heidelberger Privatdozenten Or. zur. Heinrich Bernhard Oppenheim*), wo ich mit großer Freundlichkeit ausgenommen wurde. Des großartigen, gewaltigen Eindruckes, den der Anblick des grünen Rheins bei Mainz auf mich machte, habe ich gelegentlich schon gedachtauf seinen Wogen in einem von Reisenden überfüllten Dampfer fuhr ich hinauf bis , Mannheim, verweilte hier einen Tag, und kam etwa den 24. Oktober mit der Eisenbahn nach Heidelberg — in dieses irdische Naturparadies, an dessen Eingang mich Freund Auerbacher schon mit offenen Armen erwartete. Die Eindrücke und kleinen Erlebnisse meines fast einjährigen Aufenthaltes in Heidelberg im Einzelnen zu schildern kann ich mir ersparen, weil mir durch die Gunst der Josephsonschen Familie eine Anzahl von Briefen zur Verfügung gestellt worden sind, welche ich zu jener Zeit und während meines nachmaligen Aufenthalts in Breslau (v. 1845—1854) an sie gerichtet habe. Ein Auszug aus denselben wird meine weiteren Aufzeichnungen ergänzen, in denen ich über Alles, was in den Briefen berührt ist, um so kürzer hinweggehen kann, als jene zugleich meine damalige Gemütsverfassung und Anschauungsweise am ungeschminktesten abspiegeln. Breslau, den 9. Mai 1871. *) Geboren 20. Juli 1819 zu Frankfurt a. M., starb 27. März 1880 zu Berlin. Vgl. ADV 24, 298 ff.