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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1904-01-01 · 7 (1904) · p. Seite 110

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
7 (1904)
Article
Aus den Memoiren eines römischen Ghetto-Jünglings
Date
1904-01-01
Page
Seite 110 (sequence 1)
Language
German
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M kn Kmoiren eines römischen HheLLo-Hünglings erMer?) <^?as Wort des deutschen Dichters: ״Das schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn" findet vollinhaltlich seine Anwendung auf den Papst Paul IV., der, nachdem er am 26. Mai 1555 vom päpstlichen Stuhle feierlichst Besitz genommen hatte, am 12. Juli jene Bulle ״Cum nimis absurdum“ erließ, die mit ihrer Einleitung und den darauf folgenden 15 Artikeln Alles enthielt, was dazu dienen konnte, durch Bosheit und Gewalt das geistige wie das materielle Leben, die Seele wie den Körper von Tausenden zu vernichten. Von allen Freiheiten, welche die Juden Roms durch das allgemeine Menschenrecht und gemäß alter Privilegien bisher besaßen, ließ man ihnen nur die Freiheit, leben zu dürfen, das heißt in verächtlicher, niedriger Knechtsgestalt einherzuschleichen und das Gefühl der Menschenwürde in der eignen Brust zu ersticken. Bis dahin hatten die Juden in den verschiedensten Teilen der Stadt unter ihren christlichen Mitbürgern gewohnt. Dieser Freizügigkeit machte *) Nachstehende Darstellung beruht auf einem Vortrage, den ich im Verein für jüdische Geschichte und Literatur zu Berlin im verstoffenen Winter nach einem hebräischen Manuskripte in der Talmud Thora zu Rom gehalten habe. Hier erscheint am Schluffe einiges mehr, das sich im Zusammenhangs des mündlichen Vortrages nicht hat mitteilen lassen.

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