Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 7 (1904)
- Article
- Litterarische Jahresrevue
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 18)
- Language
- German
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34 jüdische Kunst in Frankfurt a. M., die H. Fraub erger herausgegeben, und die Arbeit von M. Berson über die alten Holzsynagogen in Polen. Auf der Grenze zwischen Wissenschaft und Politik steht ein vortreffliches und geistreiches Buch von M. A. Klausner: Zu Lehr und Wehr, das jeder mit Nutzen lesen wird. Sonst sind nur Streitschriften für uns gegen den Zionismus und ethnographische oder hygienische Schriften von Judt, Nossig, Sandler, Stratz, Engländer, Sternberg u. a. zu erwähnen. Besonders genannt sollen nur die beiden Werke von Ervera und Dawitt über die russischen Juden werden, sowie die Schriften von Halp ern über die jüdischen Arbeiter in London und von den Damen Pappenheim und Rabbinowitsch über die Lage der Juden in Galizien, weil diese die wichtigste aller Fragen sachlich erörtern. Eine ganze Anzahl von minder wichtigen Fächern muß ich diesmal übergehen, einerseits weil nichts von Bedeutung in diesen geschaffen wurde, anderseits weil unser litterarischer Rückblick ja nur ein Wegweiser in die Gebiete sein soll, die gebildeten Lesern zugänglich, und von denen man annehmen darf, daß ihnen ein Blick in diese von Interesse und Nutzen sein könnte. Denn das ist und bleibt nun einmal für uüs die Hauptsache, Kern und Stern unserer Geistesarbeit: den weitesten Kreisen unserer Glaubensgemeinde das Interesse für die Wissenschaft des Judentums zu erschließen, Wissenschaft und Leben in jene Harmonie zu bringen, die allein Werke und Taten zeugt. „Ein solch Gewimmel möcht' ich sehen!"