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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1901-01-01 · 4 (1901) · p. Seite 128

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
4 (1901)
Article
Ein altes Symbol in neuer Beleuchtung
Date
1901-01-01
Page
Seite 128 (sequence 10)
Language
German
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128 ״Er (Gott) ist der ״Ort" der Welt, aber die Welt — Metatron, Palast des Heiligthums, ist nicht sein ״Ort", d. h. vermag ihn nicht völlig zu fassen". Wir haben hier das Weltbild, den Makrokosmus, vor uns.*) Und wenn der Zohar, das Standardbook der Kabbalisten, worin übrigens Metatron mit Matrona-Schekhina — Erscheinung Gottes identificirt wird, zu Genesis I, 26: ״Gott schuf den Menschen in seinem Ebenbilde" bemerkt ״nach dem Bilde des Metatron", so mochte chm dabei die Idee des Mikrokosmos vorschweben.**) Hieran schließt sich eine weitere Vermuthung. Metatron füllt also nicht den ganzen Q aus, er ist, wie Jehuda Hadassi sagt, nur der ״kleine Gottesname". Sollten wir demnach nicht in dem ganzen & den großen Gottesnamen sehen dürfen? Wie bekannt, unterscheidet man einen 4-, 12-, 42-, 72-buchstabigen, letzteren als den ״großen" Gottesnamen. Diese Unterscheidung wird verständlich durch Addirung der Zählenwerthe der Buchstaben im Gottesnamen, nach der Aufstellung des alten Kircher: "" 40 15 — ההה 12 וו 5= ה =.72 oder wenn man mit Blau das Tetragramm dreimal in derselben Linie und mit Weglassung je eines Buchstaben immer wieder darunter schreibt, also folgende Figur erhält: *) Auch die Menora läßt die Deutung als Weltbild zu. Die 3 Arme mit dem Schaft in der Mitte sind (Aboth 1,18) Recht, Wahrheit und Frieden, auf denen die Axe der sitftichen Welt ruht. **) An den Androgynosmythus erinnert Otte's Erklärung des tj, als: Bild der Durchdringung des männlichen und weiblichen Prinzips. .(Handbuch der kirchl. Kunstarchöologie 479.)

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