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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1901-01-01 · 4 (1901) · p. Seite 119

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
4 (1901)
Article
Ein altes Symbol in neuer Beleuchtung
Date
1901-01-01
Page
Seite 119 (sequence 1)
Language
German
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litt altes HrMol itt netter Helettchtttng. Von KaK ^ruiripalö. S^ie Frage: Giebt es ein Symbol des Judenthums? wird den meisten müßig erscheinen, indem sie auf den bekannten Dawidsschild Hinweisen, welchen man allenthalben an Gebäuden und Gerüchen des jüdischen Gottesdienstes antrifft. Doch dieses Zeichen so ohne weiteres als vollwerthiges Symbol des Judenthums gelten zu lassen, hindern uns gewichtige Bedenken. Zunächst ist das Hexa- oder Diagramm (&) weder ausschließlich in jüdischen Kreisen in Gebrauch, noch ist es von jeher und allein als jüdisches Symbol bekannt. Vor allem aber ist auf den ersten Blick weder eine geschichtliche Erinnerung noch ein leitender Gedanke in dem Glaubensgehalt des Judenlhums aus diesem Zeichen zu lesen, und ein Symbol darf keine Rüthsel aufgeben, sondern es muß, was die Volksseele bewegt, klar und unzweideutig zum Ausdruck bringen. Das Hexagramm ist also zunächst nicht ausschließlich jüdischer Provenienz. Wir finden es in arabischen Schriften, am frühesten, und zwar neben dem Pentagramm ($f), in einem arabischen Amulet aus dem 9. Jahrh. post im Papyrus Erzherzog Rainer (Nr. 948), ferner vermuthlich in griechischen Zauberformeln aus der byzantinischen Zeit, ja früher noch bei Alexander von Dralles und den Ophiten,

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