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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1901-01-01 · 4 (1901) · p. Seite 37

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
4 (1901)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1901-01-01
Page
Seite 37 (sequence 21)
Language
German
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37 werden, von denen H. Brody das zweite Heft hat erscheinen lassen. Derselbe junge Gelehrte hat uns auch den Verfasser eines Diwans neuhebräischer Dichtungen nachgewiesen, den Elkan Adler aus Persien gebracht hat, woher auch ein sehr merkwürdiges Wörterbuch durch Wilhelm Bacher uns erschlossen würde. Werthvolle Untersuchungen über den ersten spanisch-jüdischen Troubadour Santob de Carrion hat Leopold Stein angestellt, eine sehr gute Biographie von Juda Muscato hat A. Apfelbaum geschrieben, einen weniger bekannten Talmudisten Abigedor Cohen Zedek hat uns S. Bamberg er durch seine Biographie näher gebracht; aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, in der das Studium der hebräischen Sprache auch unter den Christen sich verbreitete, hat Emil Silberstein Conrad Pellicanu's in einer werthvollen Monographie behandelt; von neueren Schriftstellern ist nur Michael Sachs von S. Bernfeld in einer Biographie dargestellt worden. Der hundertste Geburtstag Samuel David Luzzattos aber gab deip Verband der Vereine für jüdische Geschichte und Litteratur willkommene Gelegenheit, das Andenken dieses Gelehrten durch ein Sammelwerk zu ehren, das Beiträge von Berliner, Bernfeld, Bacher, Brann, Bloch, Kayserling enthält und im Ganzen wohl ein Bild von dem Leben und Schaffen seines Meisters geben kann, aus dessen Nachlasse V. Castiglioni wiederum sehr interessante Briefe herausgegeben hat. Einem modernen hebräischen Schriftsteller Abraham Mapu hat Rüben Brainin eine hübsche Biographie gewidmet, die ganz nach dem Muster moderner Biographik uns auch das Milieu schildert, aus dem M. hervorgegangen. Demselben fleißigen und begabten Manne verdanken wir auch interessante Erinnerungen au den bekannten hebräischen Publizisten Zederbaum und eine geistvolle Lebensskizze des berühmten russischen Dichters Frug, als Einleitung zu der hebräischen Ausgabe von dessen Gedichten; ein Stück lesenswerther Autobiographie hat ein anderer verdienstvoller hebräischer Publizist M. Lilienblum geliefert. Weniger als diese sind die anderen Disziplinen der Wissenschaft des Judenthums behandelt worden. Auf dem Gebiete des Rechts sind nur drei Monographien zu erwähnen,

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