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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 247

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
2 (1899)
Article
Maskir
Date
1899-01-01
Page
Seite 247 (sequence 44)
Language
German
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247 mir davongelaufen, aber merf Dir nur: Du kommst mir nach. Du bist mir sicher. — Ja, und Altäre werden wir bauen. Du wirst schon sehen, Reb Rüben — weißt Du noch? 32 Ellen lang, 32 breit, 19 hoch, 19 breit, dann eine Elle Hineinrücken. Und die Opfer wirst Du sehen, die Tauben, alle Tauben werden geopfert, alle." Es war etwas wie eine wilde Fröhlichkeit über den alten Jünger gekommen, und er sprach so heftig und so laut, daß Reb Schlome mit seinem stummen Bruder hinter dem Vorhänge hervorkam. Reb Joine war nun aus seinem wilden Humor in ein Schluchzen verfallen. Er umarmte die Beiden, und rief immerzu: „Ich geh nach Hause, ich geh nach Jeruscholajim!" Reb Schlome verstand ihn sofort, aber der Stumme schüttelte wehmüthig das Haupt; er konnte den Sinn der Aufregung nicht fassen. Man ahmte die Bewegung eines Wagens nach, dann wurde das große Wasser angezeigt, dann ein inbrünstiger Kuß gegen die Erde geworfen. Nun verstand er, daß sein Beschützer nach Palästina gehe, ins heilige Land. Und er fürchtete, daß sein Leben noch vereinsamter sich abrollen werde. Er deutete fragend aus seine Brust. „Nein, armer Kerl, Du mußt hier bleiben." Da begann er zu heulen und zu winseln, lief hinter den Vorhang und vergrub sein Gesicht in den Kissen des ärmlichen Bettes. Der Bruder eilte ihm nach, um chn zu trösten, vorher aber mußte Reb Joine versichern, daß er ihm einen großen L)ack Erde aus Palästina schicken werde, damit einstens im Grabe der Boden des heiligen Landes ihn umschließe. Robert wandte sich zum Gehen. Er grüßte inder Küche die Frau, die verlegen lächelnd auf ihrem Bette saß, ohne zu ahnen, wie in der Stube sich ihr Schicksal gewandelt habe. — Als er aber in den finsteren Hof trat, da hörte er hinter sich einen Schrei, der klang so weh und doch jauchzend, wie der Ruf eines Schiffbrüchigen, der zum ersten Male nach langer Todesangst festes Land betritt. „Mälke, meine theure Malke, mein Weib!" Und während er sich langsam aus dem Dunkel des

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