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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 34

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
2 (1899)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1899-01-01
Page
Seite 34 (sequence 14)
Language
German
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34 wöhnlichem Interesse ist auch die Studie von P. I. Müller: De Godsleer der Middeleeuwsche Joden, eine vorurtheilslose Untersuchung über die mittelalterliche Religionsphilosophie von einem Autor, der schon früher über Saadia und Gabirol geschrieben. Ueber Philo und die alexandrinische Religionsphilosophie ist ein ausführliches Werk von E. Heriot in französischer Sprache erschienen, das aber wenig Neues beibringt. Ganz unbedeutend ist der italienische Essay von Felix Momigliano über den jüdischen Pessimismus. Die Psychologie der jüdischen Religionsphilosophie begann S. Horowitz in einer Reihe von höchst werthvollen Untersuchungen zu erforschen, die von Saadia anhebt und bis zu Maimuni sich erstrecken soll. Die Stellung, die das Hauptwerk des Letzteren in der Weltliteratur einnimmt, hat David Kaufmann in einem glänzend geschriebenen Essay mit gewohnter Meisterschaft erzählt. Den; beliebtesten Philosophen der spanisch-arabischen Epoche Bachja ibn Pakuda widmet Joseph Hertz eine Betrachtung in englischer Sprache, in der er seine Weltanschauung mit der des Thomas a Kempis vergleicht. Nicht speziell in die jüdische Philosophie gehört das große Werk von I. Freudenthal über Spinoza. Es muß aber doch erwähnt werden, weil die Arbeit des gelehrten Forschers mannichfache Beziehungen zu unserer Spezialgeschichte hat. Die populäre Literatur ist im Berichtsjahre etwas stiefmütterlich von jüdischer Seite bedacht worden. Wir haben kaum ein einziges hervorragendes Werk, auf das wir Hinweisen könnten. Merkwürdig ist dagegen der Eifer, mit dem sich die Romanlitteratur, speziell die französische, der Juden, freilich nicht immer in freundlichem Sinne, angenommen hat. Wir nennen nur die Erzählung M. El einen ceau's: An pied de Sinai und von Louis Dollivet: Salle Inif, weil sie die einzigen sind, die das Judenthum in objektiver Weise darstellen. Die Charakterschilderungen, die Israel Zangwill unter dem Gesammtitel: „Dreamers of the Ghetto“ herausgegeben, sind hie und da sehr interessant, aber sie reichen doch nicht immer an den

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