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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 28

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
2 (1899)
Article
Litterarische Jahresrevue
Date
1899-01-01
Page
Seite 28 (sequence 8)
Language
German
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28 Die erste wissenschaftliche Darstellung der Lautgesetze, welche bei der Aufnahme der griechischen und lateinischen Lehnwörter in den talmudischen Schriften maßgebend waren, bietet Samuel Kraus in seinem großen-Werke, das als preisgekrönte Arbeit ein Defiderium derWifsenschast in befriedigender Weise gelöst hat. Von der Übersetzung und Erklärung der Mischnah, die H. Jtzkowsky herausgiebt, liegt die vierte Ordnung vollständig vor. D. Hoffmann hat hier von Neuem einen Beweis seiner stützenden Gelehrsamkeit gegeben. Auch von der Talmudübersetzung von L. Goldschmidt liegen mehrere neue Abschnitte des dritten Bandes vor. Das Urtheil über diese Arbeit ist noch nicht zum Abschluß gelangt. M. Rawicz setzt ebenfalls seine Übertragungen einzelner Talmudtrakte mit Fleiß und Geschick fort. Die Partikeln der Mischna hat H. Sachs, das Häusgeräth, soweit es in diesem Werke erwähnt wird, I. Krengel behandelt. Eine wichtige Ergänzung zu seinen Studien über das talmudische Recht hat M. Bloch in seiner gelehrten Abhandlung über das mosaisch - talmudische Besitzrecht geliefert. Auch das vergangene Jahr hat wieder verschiedene Essays über den Talmud gebracht, von denen der von A. D armesteter in guter englischer Übertragung erschienen ist, während ein anderer-von L. Huber vom katholischen Standpunkte den Talmud kulturhistorisch zu erklären sucht, ohne zu einer vorurteilslosen Kritik sich aufzuschwingen. Die Schätze der Midrasch-Litteratur sind noch immer nicht völlig gehoben. So hat L. Grünhut, dem wir schon manche werthvolle Arbeit verdanken, den Midrasch zum hohen Lied zum ersten Mal nach einer aus dem 12. Jahrhundert stammenden, in Aegyten aufgefundenen Handschrift herausgegeben' von demselben fleißigen Forscher ist auch eine Sammlung älterer Midraschim erschienen. Die Geschichte Josephs nach dem Midrasch hat S. Au sch er behandelt. Die Einflüsse des Midrasch auf die älteren Kirchenväter verfolgt M. Rahmer mit kritischem Scharfsinn immer weiter, lieber das Buch der Jubiläen hat S. Singer in einem großen Werke werthvolle neue Aufschlüsse gegeben. Der hebräischen Elias-Apokalypse hat M. Buttenwieser eine scharfsinnige Untersuchung gewidmet. Vielleicht darf hier

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