Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- [1] (1898)
- Article
- Dichterblut
- Date
- 1898-01-01
- Page
- 225 (sequence 3)
- Language
- German
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225 Die Beute führet Thor davon Auf zur krystall'nen Veste. Ihn grüßen schon mit Jubelton Walhallas lichte Gäste. Da läßt er aus dem Horn im Lauf Zur Erde Tropfen fallen — Den Himmelsthau, ihn fangen auf Die Dichter rasch vor Allen. . . II. Die Götter tafeln lichtbeglänzt Auf dem Olympos droben. Von Eos Rosen rings bekränzt. Von Wolkenduft umwoben. Und Hebe schenkt den Nektar ein So anmuthreich beim Mahle, Es perlt der süße Purpurwein In sonnig gold'ner Schale. Der ew'gen Jugend Elixir, Der Schönheit stetes Glühen, Kredenzt sie dort, kredenzt sie hier. Daß hell die Tropfen sprühen. Wie zierlich und wie schön geneigt Läßt sie die Schale kreisen! Ruft Mancher staunend vorgebeugt; Den Andern hört man preisen: Der Lilienarme holden Schwung — Ich glaub', Hephästos war es. „Mein Alter fühlt sich ewig jung!" Winkt Venus zu dem Ares. 15