Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- [1] (1898)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1898-01-01
- Page
- 26 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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26 Männer bringt, ferner die Biographie des großen Talmudgelehrten Sal. Luria von S. Horodecki, den kühnen Versuch einer biographischen Ehrenrettung des Leon de Modena durch N. M. Libowicz, endlich die Autobiographie von Jakob Israel Emden, die D. Kohn herausgegeben und die uns deisen interessanten Charakterkopf in seiner unbeugsamen Wahrheitsliebe vorführt. In die Gegenwart führt uns die Biographie des gefeiertsten hebräischen Prosaisten der Neuzeit Peter Smolensky, die sR. Brainin sorgsam nach guten Mustern der modernen Biographie ausgeführt hat, und die für uns dadurch von besonderem Interesse ist, daß wir jenen Dichter in diesem Jahrbuch mit einer seiner besten Novellen einem weiten Leserkreis zugänglich machen. Die hebräische Biographie von Zunz, die der bereits wiederholt genannte S. P. Rabinowicz schreibt, ist eine tüchtige Arbeit, die nicht unerwähnt bleiben darf. Einem anderen verdienten hebräischen Schriftsteller M. A. Ginzburg hat D. Magid eine kleine Biographie gewidmet) einen jungen hebräischen Dichter, der zugleich auch Maler war, M. L. Mane, hat L. Scheinhaus in seinem Leben und Dichten uns vorgeführt und die Biographie Josef Derenbourg's hat Wilhelm Bacher geschrieben. Zur Literaturgeschichte selbst übergehend, die ja eigentlich von der allgemeinen Geschichte der Juden fast garnicht zu trennen ist, haben wir zunächst den Altmeister dieses Zweiges der Wissenschaft des Judenthums, der auch heute noch ihr wirksamster Förderer ist, nämlich Moritz Steinschneider, zu erwähnen, der das wohlverdiente Glück hatte, einen seiner Kataloge, nämlich den der hebräischen Handschriften der Münchener Hofbibliothek in neuerer und wesentlich erweiterter Ausgabe und zugleich den zweiten Theil seines Katalogs der hebräischen Handschriften der Berliner Bibliothek herausgeben zu können. Auch der Katalog der Friedland'schen Sammlung in Petersburg, den Samuel Wiener herausgegeben und der für Bibliographie und Literaturgeschichte gleich wichtig ist, ist bereits bis zum Buchstaben D gediehen. Die erste Literaturgeschichte der Juden, welche ebenfalls Moritz Steinschneider geschrieben, hat H. Malter ins Hebräische zu übersetzen unternommen und zwar unter den Auspicien des Verfassers.