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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1898-01-01 · [1] (1898) · p. 18

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
[1] (1898)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1898-01-01
Page
18 (sequence 6)
Language
German
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18 Glaubwürdigkeit der Thatsachen und Dokumente, auf welche sich unsere Kenntnis; der Geschichte dieser Periode vor allem stützt, zu erschüttern versucht hat. Da ist es nun von hohem Werth e, daß ein Historiker von Fach sich an die Untersuchung herangewagt und mit exakten Beweisen die Echcheit jener Urkunden nachgewiesen hat, die die Erzählungen von der Rückkehr aus dem babylonischen Exil, von dem Tempelaufbau u. s. w. bestätigen. Aus der Beweisführung Meyer's könnte die Bibelkritik, wenn sie wollte, viel lernen. Sie brauchte nur sein historisches Grundgesetz anzuerkennen, daß die wahre kritische Methode, wenn gleichzeitig historische Ueberlieferung vorliegt, genau umgekehrt zu verfahren hat, wie auf dem Gebiete der Sage und Geschichte. Bei einem aus historischer Zeit überlieferten Dokument steht die Beweispflicht den Angreifern der Echtheit zu, nicht den Vertheidigern. Eduard Meyer führt nun den sicheren Beweis für die geschichtlichen Probleme jener Zeit aus der Geschichte des Perserreichs und aus der Prüfung der einschlägigen Urkunden. „Das Judenthum ist im Namen des Perserkönigs und kraft der Autorität seines Reiches geschaffen worden und so reicht die Wirkung des Achämeniden-Reiches gewaltig wie wenig anderes noch unmittelbar in unsere Gegenwart hinein". Neben diesen grundlegenden Werken ist im abgelaufenen Jahr noch manches Werthvolle für die altisraelitische Geschichte erschienen, wie etwa die Arbeit von I. Marquart: Fundamente israelitischer und jüdischer Geschichte, die die Zeit von Deborah bis zu David und der späteren Organisation der jüdischen Gemeinde klarlegt. Ebenso ist die Arbeit an den Büchern der heiligen Schrift eine nutzbringende gewesen. Namentlich die Psalmen waren Gegenstand eingehender Studien. Die Preisschrift von F. C oblenz über das betende Ich in den Psalmen darf mit gerechter Anerkennung an die erste Stelle gesetzt werden. Werthvolle Studien haben ferner B. Jakob und I. Halevi dem Psalter gewidmet, während I. K. Zenner den ersten Theil eines großangelegten Werkes über die Chorgesänge in den Psalmen erscheinen ließ. P. Vetter hat die Metrik des Buches Hiob eingehend behandelt, dem auch B. Königsberg er wertvolle Untersuchungen gewidmet und das Budde und Duhme kritisch edirt haben. R. Pfeiffer hat es mit

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