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Der Jude · 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 77

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
9 (1925-1927)
Issue
2 (1926) Sonderheft Erziehung
Article
Das hebräische Schulwerk in Palästina
Date
1925-01-01
Page
77 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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Das hebräische Schulwesen in, Palästina geht. Klar aber ist das, daß die Autonomie des Jischuw in inneren Fragen ein kostbares Gut ist, um dessen Erweiterung der Jischuw ständig kämpft (Gemeinde- und Besteuerungsgesetz!) und das er in einer so wichtigen Frage wie der Schulfrage nicht preisgeben wird. Wofern die Ansprüche der Regierung diese innere Autonomie nicht tangieren, wird der Jischuw ihnen sicher zustimmen. Die Tabellen am Schluß dieses Aufsatzes zeigen, wie sehr im Gegensatz zu den Regierungssubventionen die Beteiligung des jüdischen Jischuw von Jahr zu Jahr gewachsen ist. Diese „Beteiligung des Jischuw'' besteht zunächst aus den Schulgeldern, dann aber aus Beiträgen der jüdischen Stadtgemeinden und Kolonien. Neuerdings ist in Tel Aviv, wie bekannt, für die Volksschulen das Schulgeld abgeschafft und durch eine allgemeine Schulsteuer ersetzt worden. Tel Aviv deckt heute 60% der Ausgaben für seine Kindergärten und Volksschulen und nur der Rest fällt dem Keren Hajessod zur Last. Der Jischuw hat für seine Verpflichtung, zum Schulwerk finanziell beizutragen, volles Verständnis. Doch können die palästinensischen Schulen heute so wenig vom Jischuw allein unterhalten werden wie die neuen landwirtschaftlichen Siedlungen. Hier wie überall kann nur das Zusammenwirken von Zionistischer Organisation und Jischuw das Werk weiterführen. Der Keren Hajessod trägt noch immer etwa 65% des Schulbudgets. Dieser Posten kann langsam abgebaut werden, aber nur in dem Maße, wie die wirtschaftliche Position des Jischuw sich verstärkt. Wie der Keren Hajessod, und nicht etwa der Jischuw, die neuen Emigranten aufnimmt und für ihre Überführung zur Arbeit sorgt, so hat er auch für die Institutionen zu sorgen, in denen die Kinder der Einwanderer zu Kindern des Jischuw erzogen werden. Tabelle I Zahl der Institute des Hebräischen Sc hju lwerks von 5681—5686 (1921—1926). 5681 5682 5683 5684 5685 5686 Kindergärten .... 53 49 28 41 43 69 Volksschulen .... 65 64 65 68 75 86 Höhere Schulen . . . 3 3 3 3 3 3 Lehrerseminare . . . 3 3 3 3 3 3 Verschiedene Anstalten 13 12 9 9 8 t Summe 137 131 108 124 132 168 77

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