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Der Jude · 1925-01-01 · 1 (1925) Sonderheft Antisemitismus und Volkstum · p. 111

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Journal
Der Jude
Volume
9 (1925-1927)
Issue
1 (1925) Sonderheft Antisemitismus und Volkstum
Article
Der Jude im Kriege
Date
1925-01-01
Page
111 (sequence 2)
Language
German
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Zwei jüdische Offiziere im großen Kriege fertigt und ich gerade aus dieser Erwägung für sie eintrete, beweisen doch viele Fälle daß sich die Juden oft nicht zu Offizieren und zu Befehlss teilen eignen. Daher es gerade um i h r e t willen schwer zu verantworten ist, sie zu Offizieren zu machen! Ich habe mir lang überlegt woran es nun eigentlich liegt. Es ist wie ich mir denke so als ob man von einem durch Inzucht *auf gewisse bestimmte sich immer wieder durchsetzende Eigenschaften gezüchteten Wesen verlangen würde, es solle plötzlich Eigenschaften äußern, die ihm nach dem für es angewandten Zuchtsystem garnicht eigen sind. Es gibt ja auch andere Berufe die der Jude instinktiv von sich oder für sich ablehnt, einfach nicht ergreift. Und icii bin überzeugt, daß er innerlich kein Offizier ist, wie mir auch mein prächtiger K. bestätigt, der als Jude von den Juden sagte: ich muß sie doch kennen. Man nehme einmal an, wir hätten ein Söldnerheer. Würde wohl der Jude das Soldatsein zu seinem Bjruf erwählen? Daß er sich zum Offizier tauglich fühlt, liegt nicht daran daß er es ist, daß er geborener Offizier ist, sondern daran daß er beweisen will, er könne es auch. An dieser Stelle möchte ich erzählen, wie ich einen Juden zum Offizier vorschlug und was sich dabei ereignete. Im Anfang des Krieges wurden vielfach Offiziersaspiranten der Kavallerie in die Stelle von Ordonnanzoffizieren zu den Infanteriebrigaden kommandiert. Diese Anleihen bei den Kavallerieformationen geschahen, weil man die Infanterie nicht durch Abkommandierungen von Offizieren oder solchen die es werden konnten schwächen wollte. Auch ich erhielt den Befehl, zum Stabe eines Generals, der eine unserer Infanleriebrigaden befehligte, einen Ordonnanzoffizier zu kommandieren. Ich kommandierte den Vize Wachtmeister der Landwehr Koch an die Stelle. Der General war glücklich mit seinem Ordonnanzoffizier. Dieser war ein gebildeter, anstelliger junger Mann, sah gut aus, ritt gut und trug sein Herz auf dem rechten Fleck. Seit K. beim Stabe war, gediehen wie der General mit Wohlgefallen bemerkte, seine Pferde; auch für sein Wohl war besser gesorgt als früher. Er ritt allein mit K. die Stellungen seiner Truppen ab, da keiner sich auf der Karte so gut zurechtfand als sein neuer Ordonnanzoffizier. Es waren noch mancherlei Tugenden die der General an ihm entdeckte. (Ich blieb übrigens auch nicht ohne Verdienst. Denn da der General mit seinem Pferd unzufrieden war oder das Pferd mit dem General — man weiß nicht —, tauschte ich sein Pferd gegen ein besonders verläßliches Reittier, das „das gelbe Sofa" hieß und die Reihen meiner Schwadron bisher geziert hatte). in

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